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DAS THEMA

Heft 9 | 2014

Adam Krzeminski

Die imperiale Haftcreme verwittert

Foto: REUTERS/Viktor Korotayev/Roter Platz 2005

Wie Russland den Anschluss an den Westen verliert

Hört auf mit dem Lärm um nichts, argumentieren Putinversteher europaweit. Die Krim war doch schon immer russisch. Die Ukrainer sind ein russischer Stamm, der eine russische Mundart spricht und christlich orthodox ist. Die Ukraine ist kein richtiger Staat. Die Kiewer Rus, ein mittelalterliches Großreich mit Zentrum in Kiew, legte das Fundament für die russische Staatlichkeit. Doch mit dem Erstarken Moskaus als dem christlich-orthodoxen »dritten Rom« schloss sie sich dem russischen Kaiserreich an und wurde zur angestammten Provinz des russischen Imperiums. Die Amerikaner und ihre ostmitteleuropäischen Handlanger – vor allem Polen und die baltischen Staaten – hetzen die westukrainischen Faschisten, die im Krieg auf Hitler setzten, auf, zu zerschlagen, was zusammengehört.
Dieses Mantra entspricht zwar der russischen Schulweisheit, aber sie entspricht weder der skurrilen Entstehungsgeschichte des russischen Imperiums, noch der realen Erinnerung der »Sowjetvölker«.
 
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Aktuelles

 

Kenan Engin

Bürgerkrieg im Irak: Sind die Christen noch da?

Göttliche Ordnung versus nationalstaatliche Organisation Durch die Angriffswellen der Terrororganisation IS (Islamischer Staat) auf die christlichen und andersgläubigen Minderheiten im Irak seit Anfang August rückte die Lage der Christen in den » mehr...

Editorial

 

Thomas Meyer

Wieder Krieg an vielen Orten, keiner davon kann uns gleichgültig sein. Das sehen wir spätestens, wenn die Flüchtlingsströme hier ankommen. Die Zeit der globalen Wechselwirkungen und der kosmopolitischen Bürgerschaft verlangt den endgültigen Abschied von der Vorstellung, es müsse niemanden hier bekümmern, »wenn hinten, weit in der Türkei, die Völker aufeinander schlagen«, »man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus« und lobt die hiesigen Friedenzeiten. Die Gründe häufen sich, aus denen der » mehr...


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