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DAS THEMA

UnSicherheit
Heft 12 | 2018

Sabine Schiffer

Gefühlte Unsicherheit und die Macht der Medien

Zwischen gefühlter und reeller Bedrohung eines Menschen klafft oftmals eine große Lücke. Die Vermutung liegt deshalb nahe, dass unabhängig von vorliegenden Statis­tiken über Gewalt und Bedrohung – die etwa belegen, dass ein Großteil physischer Übergriffe in der Familie und im Freundeskreis stattfindet oder dass die meisten Todesopfer im Individualautoverkehr zu beklagen sind – die tatsächlichen Ängste der Menschen von anderen Eindrücken geprägt werden. Und hier kommen die Me­dien ins Spiel. Sie beeinflussen über das sogenannte Agenda­-Setting wesentlich, was Menschen bewegt, wovor sie Angst haben und wann sie sich unsicher fühlen, auch unabhängig von den realen Gefahren. Sei es die Angst vor Fremden, vor Raub, Terror oder Flugzeugabstürzen – die Medien sind die Übermittler angsteinflößender Szena­rien.

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aktuell.hinterfragt

 

Andrea Nahles

Helmut Schmidt – klare Politik und öffentliche Moral: Eine Würdigung zum 100.

»Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen.« Mit diesem Satz wird Helmut Schmidt noch heute zitiert. Meistens von denen, die keine Vision haben. Von den Konserva­tiven, die alles so bleiben lassen wollen, wie es ist oder wieder » mehr...

Editorial

 

Thomas Meyer

Ein »Zeitalter der Unsicherheit« ist unsere Epoche von dem herausragenden New Yorker Historiker Tony Judt, der bis zu seinem frühen Tod 2010 diesseits und jenseits des Atlantiks einflussreichsten Stimme der Sozialdemo­kratie, genannt worden. Eine Zeit, die infolgedessen für historische Rückfälle in hohem Maße anfällig sei. Diese Sicht ist inzwischen zum Ausgangspunkt der meisten re­alistischen Zeitdiagnosen geworden. Sie spielt auch eine Schlüsselrolle bei fast allen Versuchen, die unverhoffte » mehr...


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