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8. Oktober 2018   

Gesellschaft im Umbruch – Soziale Demokratie im 21. Jahrhundert

 –  Öffentliche Debatte. Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin
 

Es ist einer der irritierenden Widersprüche unserer Tage, dass das politische Projekt der Sozialen Demokratie mit seinen Kernforderungen – Gleichheit der Lebenschancen, soziale Sicherheit, Solidarität, wirtschaftliche Demokratie, Nachhaltigkeit und ein solidarisches Europa – offensichtlich das Gebot der Stunde enthält, während zur gleichen Zeit die europäischen Parteien, die sich ihm verschrieben haben, wie nie zuvor in der Defensive verharren. Wie ist das möglich? Die Diskussion darüber dauert seit Jahren an und hat ein Bündel von Gründen zutage gefördert. Viele davon beziehen sich auf gesellschaftliche Entwicklungen, die überall in Europa die Volksparteien, besonders jene der sozialdemokratischen Familie geschwächt haben. Deren Schicksal aber ist wechselhaft und in einigen Ländern zeigen sich durchaus auch schon Erfolge.

 

Fast alle Beobachter/innen vermissen in der aktuellen Situation insbesondere eine mitreißende, wenigstens überzeugende Geschichte, auch »Narrativ« genannt, mit der die Sozialdemokratie klarstellt, worin sie die zentralen Herausforderungen unserer Gesellschaft und Europas sieht und für welche Antworten darauf sie zuverlässig einstehen will. Für eine solche neue Erzählung bedarf es freilich nicht nur des überzeugenden Blicks nach vorn und konkreter Vorstellungen, sondern vor allem der Glaubwürdigkeit. Zu ihr gehört neben der Verlässlichkeit der handelnden Personen auch die Fähigkeit, sich auf neue Herausforderungen vorurteilslos und selbstkritisch einzulassen, mit Offenheit für die aktuellen wissenschaftlichen Forschungsergebnisse gerade auch in den politisch heiklen Bereichen.

 

Zwei dieser unbewältigten Fragen stellen wir mit führenden Vertreter/innen der einschlägigen Forschung auf dem diesjährigen Jahresforum der Zeitschrift Neue Gesellschaft|Frankfurter Hefte zur Diskussion: Die Entwicklung des Landes hin zu einer »neuen Klassengesellschaft« mit veränderten politischen Konfliktlinien und die im Kern ungelöste Frage nach den Bedingungen erfolgreicher Integration angesichts hoher Zuwanderungsraten. Wie ist die Lage und was ist zu tun? Vor allem aber: Wie müssen die Antworten der Sozialen Demokratie auf die neuen Herausforderungen mit Aussicht auf Erfolg politisch »erzählt« werden?

 

 

Programm

 

17:00 Uhr: Begrüßung

Kurt Beck, Ministerpräsident a. D./ Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung

 

17:10 Uhr

Impuls I: Die neue Klassenspaltung
Andreas Reckwitz, Europa-Universität Viadrina

 

Impuls II: Wege zum »neuen Wir«. Migration und Integration
Paul Scheffer, Universität Tilburg

 

Impuls III: Eine neue progressive Erzählung
Andrea Römmele, Hertie School of Governance


18:10 Uhr: Kommentare

Laura-Kristine Krause, More in Common Deutschland
Gesine Schwan, Humboldt-Viadrina Governance-Platform


18:30 Uhr: Podiumsdiskussion

Laura-Kristine Krause
Andreas Reckwitz
Andrea Römmele
Paul Scheffer
Gesine Schwan

Moderation: Thomas Meyer, Neue Gesellschaft|Frankfurter Hefte


19:30 Uhr: Ausklang 

 

Anmeldung erbeten

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8. Oktober 2018

Gesellschaft im Umbruch – Soziale Demokratie im 21. Jahrhundert

Es ist einer der irritierenden Widersprüche unserer Tage, dass das ...


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