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Wo der Osten steht und wie er vorankommen kann Bitte mehr Zuversicht!

48 Prozent! Nur noch 48 Prozent der Ostdeutschen sind mit dem Funktionieren der Demokratie zufrieden, während 43 Prozent unzufrieden sind, in den weniger prosperierenden Regionen hat sich das Verhältnis sogar schon umgekehrt. Was ist also los – und vor allem: Wie lässt sich das ändern, gerade mit Blick auf die ostdeutschen Landtagswahlen im Herbst 2026?

»Die stärksten Branchen Ostdeutschlands kommen aktuell von zwei Seiten unter Druck.«

Alle gesellschaftlichen Entwicklungen spiegeln langlaufende ökonomische Verhältnisse. Historisch gesehen gehörte insbesondere der Süden der neuen Länder (zusammen mit Berlin) zum industriellen Kern Deutschlands. Automobilbau, Maschinenbau, Chemie- und Stahlindustrie sind bis heute die stärksten Branchen in den neuen Ländern, die jedoch aktuell von zwei Seiten unter Druck kommen. Die Wettbewerbssituation hat sich für große Teile der deutschen Industrie in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert. Insbesondere induziert durch den Krieg in der Ukraine stiegen die Energiepreise in Deutschland um über 50 Prozent. Die erratische Zollpolitik des amerikanischen Präsidenten hat in vielen Branchen unmittelbare Auswirkungen. Chinas Wettbewerbsfähigkeit steigt unaufhörlich – und zwar sowohl in der klassischen Industrie als auch bei IT und Software. China exportiert immer weniger arbeitsintensive, dafür immer mehr technologisch fortschrittliche und kapitalintensive Güter nach Europa.

Ein spezifisch ostdeutscher Faktor kommt hinzu. Viele der unter Druck geratenen Unternehmen sind Ableger von (westdeutschen) Konzernen. Wenn Großunternehmen in Schwierigkeiten geraten, konsolidieren sie sich meist von außen nach innen. Damit sind ostdeutsche Unternehmen zuerst von Arbeitsplatzabbau betroffen, auch wenn sie effizient produzieren. Bosch in Sebnitz, VW oder GKN in Zwickau sind Opfer dieser Strategie.

»Erinnerung an die Transformation der 90er Jahre.«

Die Kombination dieser Faktoren weckt bei vielen Menschen im Osten die Erinnerung an die Transformation der 90er Jahre. Das trifft insbesondere die Gruppe der Facharbeiter, also Menschen mit industrieller Berufsausbildung. Sie haben in den 90er Jahren durch die Deindustrialisierung den größten Aderlass hinnehmen müssen. Das ging über den bloßen Jobverlust weit hinaus. Ostdeutschland war eine »arbeiterliche Gesellschaft« (Wolfgang Engler). In der ersten Transformation wurden so nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch Werte, Erfahrungen und Stolz einer bis heute strukturbestimmenden gesellschaftlichen Gruppe massiv entwertet.

Diese Gruppe der Facharbeiter hat zwar

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