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Aktuelle Ausgabe: 12/2022

Utopie UND Realität

© picture alliance / ZUMAPRESS.com | Onur Dogman
 

Editorial

Von Richard Meng

Es sind wahrlich keine Zeiten zum Träumen. Wir stehen vor großen Herausforderungen. Das Schwerpunktthema im Dezember nach diesem belastenden Jahr lautet - gerade deshalb - Utopie UND Realität. Es soll ein Aufruf zum Optimismus sein, einen zukunftsorientierten Blick zu behalten. Und es wurde auf Anregung einer Gruppe von Stipendiatinnen und Stipendiaten der Friedrich-Ebert-Stiftung aufgegriffen, mit deren Mitarbeit dieses Heft entstand. » Lesen

  • Die Utopiefähigkeit (in) der KriseZeit für Realisten und »Macher«?

    Von Theresa Gerlach
    Die Utopie einer Welt ohne Waffen, ohne menschheitsgefährdende Energieformen und einer Politik, die sich nicht nur im Innern sondern auch in ihren Außenbeziehungen Menschenrechten und Werten verpflichtet fühlt, – ist diese Utopie nun eingeholt worden von der Realität? Wie verhält es sich überhaupt mit dem Verhältnis von Realität und Utopie – trägt erstere in Krisenzeiten letztlich doch den Sieg davon? » Lesen
  • Worst-Case-Szenarien helfen – wenn sie nicht überstrapaziert werden Das Potenzial des Dystopischen

    Von Eva Marlene Hausteiner
    Politische Dystopien haben gegenüber der Utopie eine wenig glamouröse Reputation: Sie gelten als Genre der übermäßig alarmistischen Gruselunterhaltung. Obwohl die Skizzierung von Worst-Case-Szenarien als potenziell nützliches Instrument zur Warnung vor sich abzeichnenden Fehlentwicklungen der Gegenwart gilt, stehen dystopische Szenarien gleichzeitig im Verdacht, einen einseitigen Pessimismus zu befördern und auf irrationale Weise das Unwahrscheinliche zur unmittelbaren Bedrohung hochzustilisieren. » Lesen

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  • Eine Polemik Nachschlag: Schluss mit grenzenlosem Konsum

    Von Vera Katarzyna Heckelmann
    Es ist schwer auszuhalten, durch die Stadt zu laufen und den Menschen bei ihrem konsumgesteuerten Suchtverhalten zuzuschauen. Ob sie jemals realisieren werden, dass das, was gerade in ihrem Einkaufswagen landet, einen unfassbar großen Einfluss auf das Weiterbestehen des Planeten hat? » Lesen
  • Zwei Bücher über die neue Politikergeneration Die jungen Milden

    Von Cosima Lutz
    Mit dem Ende der Ära Merkel übernahm die Generation der um die 40-Jährigen Schlüsselpositionen in der Politik. Der Journalistin Anna Sauerbrey und der Schriftstellerin Nora Bossong gelingen mit ihren Büchern Machtwechsel und Die Geschmeidigen zwei sehr unterschiedliche Gruppenporträts. Beide geben Anlass sowohl zur Hoffnung als auch zur Skepsis: Reichen die konsensuellen Fähigkeiten »der Neuen« aus, um auch in Zeiten von Krieg und Rezession effektiv zu regieren? » Lesen
  • Die Buchbranche im Dauerkrisenmodus Eine Tortur jagt die nächste

    Von Dinçer Güçyeter
    Wie wird man zum Verleger? 2011 kündige ich meine Stelle als Werkzeugmacher in Venray/Niederlande und gründete – einem romantischen Impuls folgend – den ELIF VERLAG. Damit betrat ich eine mysteriöse Welt, in der es scharfsinnige Köpfe gibt, die anders ticken als die Kolleg*innen in der Industrie. » Lesen
  • Zwischenruf Auf der Suche nach Fortschritt

    Von Alex Favalli
    Immer wenn mich das dynamische, schnelle und fortschrittliche Berlin überwältigt, fahre ich zurück ins Dorf. Dort, so meine Überzeugung, gibt es ja nur wenig Fortschritt. Doch als ich mit der Fortschrittsfrage im Hinterkopf alte Freund*Innen treffe, werde ich eines Besseren belehrt. » Lesen
  • Die FDP auf ampeliger Rollensuche Vom Forschrittsbeschleuniger zum Verzögerer

    Von Karl-Rudolf Korte
    Die FDP hat seit Beginn der Ampelkoalition mit Profilierungsproblemen zu kämpfen. Um diese zu lösen, wollen sie gelber werden. Man hat den Eindruck, dass die FDP in der Ampel die einzige Partei ist, die auf die Zeitenwende nicht reagiert. » Lesen
  • Nach der Zeitenwende beginnt das nächste Wegstück Jetzt erst recht

    Von Olaf Scholz
    Vor einem Jahr begründeten Sozialdemokratie, Grüne und FDP ihre »Fortschrittskoalition« – wenige Monate später brachte Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine die Zeitenwende. Wie viel Fortschritt geht nun noch? » Lesen
  • Veranstaltungsrückblick Jahresforum 2022 der Neuen Gesellschaft | Frankfurter Hefte

    Ein besonderer Ort, ein zentrales Thema: Fortschritt - wohin? Was verstehen wir darunter? Taugt der Begriff als Leitidee für gute Politik? Ist die Gesellschaft überhaupt offen für Fortschritt? Das sind einige der Fragen, um die es am 11. Oktober 2022 im Saal der "Alten Münze" in Berlin ging. » Lesen
  • Der Krieg als Rückfall, als Zäsur in der Fortschrittsvorstellung Von Vegetius zu Kant und wieder zurück

    Von Herfried Münkler
    Man muss sich noch einmal die Erwartungen vor Augen führen, die mit der Vorstellung einer auf wirtschaftlichen Verflechtungen begründeten europäischen und – perspektivisch – globalen Friedensordnung verbunden waren, um nachvollziehen zu können, welch tiefe Zäsur der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine darstellt –, nicht nur für die machtpolitischen Verhältnisse am Schwarzen Meer oder für das Sicherheitsempfinden der Europäer, sondern auch für die Zukunftserwartungen in aller Welt. » Lesen
  • Über das sozialdemokratische FortschrittsverständnisBlick auf die Qualität des Lebens

    Von Christian Krell
    Wer verstehen will, warum die SPD ihr Regierungsprogramm mit dem Begriff »Fortschritt« überschreibt, der muss wissen, dass diese Partei im wechselvollen 19. Jahrhundert entstanden ist. In diesem Jahrhundert voller Umbrüche verstand sie sich als die politische Kraft, die diese Umbrüche nicht nur nachvollziehen, sondern aktiv gestalten und in Fortschritt übersetzen wollte. » Lesen
  • Der Literaturnobelpreis 2022 geht an Annie Ernaux Das Private ist politisch

    Von Beate Tröger
    Vor welchem Hintergrund ertönt der Jubel, der auf die Entscheidung des schwedischen Nobelpreiskomitees am 6. Oktober 2022 folgte, das wie immer nach 13 Uhr mitteleuropäischer Zeit verkündet hatte, die inzwischen 82-jährige Annie Ernaux werde mit dem Nobelpreis für Literatur 2022 ausgezeichnet? » Lesen
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