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Aktuelle Ausgabe: 6/2022

Die neue Art zu arbeiten

© picture alliance / Zoonar | Robert Kneschke
 

Editorial

Von Richard Meng

Gibt es noch anderes als den Krieg in der Ukraine? Ja und nein. Inzwischen spüren wir, wie viele Themenbereiche, die wirtschaftlichen zumal, mit beeinflusst sind. Wie Politik sich in einem sehr veränderten Umfeld justieren muss. Mit neuen, zum Teil auch mit wiedergekehrten Zielkonflikten und offenen strategischen Fragen – siehe die Energiepolitik. Um einige davon geht es in den Texten dieser Ausgabe. » Lesen

  • Über die moralische Verengung unserer Diskurse Die nervöse Republik

    Von Wolfgang Merkel
    Die Debatten - sei es zur Klimafrage, während der Coronapandemie oder jetzt zum richtigen Handeln im Ukrainekrieg - zeigen ein ähnliches Muster: die Moralisierung der eigenen Position und die Entmoralisierung der anderen Seite. Ein Muster, dass wir ähnlich schon 2015 in der Flüchtlingskrise zu Migrationsfragen sahen. Was erzeugt diese moralische Verengung unserer Diskurse? Warum ist diese Republik so nervös geworden? » Lesen
  • Ruangrupa und die documenta fifteen Teilbare Erfahrungen

    Von Katharina J. Cichosch
    Die künstlerische Leitung der documenta 15 liegt in den Händen eines zehnköpfigen Künstlerkollektivs aus Indonesien: Ruangrupa - Künstlerinnen und Künstler, Architekten, Musiker, andere Kreative und Kuratoren arbeiten zusammen. Das indonesische Kollektiv verkörpert viele aktuelle Diskurse und Tendenzen; so wie das indonesische Kollektiv hat die documenta noch niemand zuvor künstlerisch betrieben. » Lesen

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Weitere Informationen

  • Autoritarismus auf dem Vormarsch? Die große Erschütterung

    Von Markus Ziener
    Warum findet der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine gerade jetzt, im Jahr 2022 statt? Aus Sicht Wladimir Putins schien die globale Konstellation für Russland einerseits bedrohlich als auch günstig für ein militärisches Eingreifen zu sein. Dabei ist der Kreml dabei gravierenden Fehleinschätzungen aufgesessen. Was auch immer die (behaupteten oder auch vorgeschobenen) Gründe sein mögen: Der Angriff auf die Ukraine hat die Welt nicht nur erschüttert - er wird sie nachhaltig verändern. » Lesen
  • Hip-Hop, oder: die Kunst des radikalen Selbstbezugs

    Von Dustin Breitenwischer
    Hip-Hop ist ... auf jeden Fall eines: überall! Musik, Graffity, Tanz, Mode. All das ist Hip-Hop. Von der Widerstandsgeste in US-amerikanischen Großstädten zur selbstbewussten (und selbstverliebten), globalen kulturellen Autorität. » Lesen
  • »Hat uns die Identitätsdebatte weitergebracht?«

    Von Lea Susemichel
    Ja, denn sie hat die Antiquiertheit, selektive Wahrnehmung und Verkürzungen links- und rechtspopulistischer Kritik an Identitätspolitik aufgedeckt. » Lesen
  • Die Geschichte des SDS und der 68er-Revolte in einer Neuauflage Neues von den Veteranen

    Von Peter Brandt
    Das Buch "Genossen! Wir haben Fehler gemacht" über den Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) ist mehr als eine weitere Neuauflage des erstmals 1977 herausgekommenen Klassikers von Tilman Fichter und Siegward Lönnendonker. » Lesen
  • Eine rationale Strategie erfordert mehr und andere ökonomische Expertise Was die Sicherheit nach der Zeitenwende kostet

    Von Marius Müller-Hennig
    Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat Deutschland und seine westlichen Partner gleichermaßen schockiert wie geeint. Nur drei Tage nach Beginn trat der Deutsche Bundestag am 27. Februar 2022 zu einer Sondersitzung zusammen, in der Bundeskanzler Olaf Scholz von der seither vielzitierten Zeitenwende für Europa sprach und von den ersten konkreten Konsequenzen für die deutsche Sicherheitspolitik. Seitdem dreht sich die Diskussion vor allem um die Frage der Verteidigungsausgaben. » Lesen
  • Die Ordnung der Plattformen

    Von Ulrike Klinger
    Auch wenn intensive gesellschaftliche Debatten über Wahlmanipulationen, Verschwörungslegenden oder Hasskampagnen immer wieder suggerieren, dass das Internet ein anarchischer Ort ohne Regeln und Ordnung sei, so ist doch das Gegenteil der Fall. Social-Media-Plattformen, Suchmaschinen oder Dating-Portale sind hochgradig gestaltete, strukturierte, algorithmisch kuratierte Umgebungen. Das Chaos und der Hass, die sie verbreiten, sind alles andere als ein Zufall. » Lesen
  • Parteipolitik und Bewegungspolitik in Kriegszeiten – die Quadratur des Kreises? Grüne Passionsspiele

    Von Dieter Rucht
    Die schleichende Klimakrise und der aktuelle Krieg Putins gegen die Ukraine stellen die Ampelregierung in Deutschland vor gewaltige Herausforderungen. Mittelfristig steht insbesondere die Partei der Grünen vor einer Richtungsentscheidung: Betreibt sie eine stark von Kompromissen geprägte »Realpolitik« oder folgt sie den weitreichenden Forderungen der Umwelt- und Friedensbewegungen, aus denen die Partei einst hervorgegangen ist? Oder gibt es einen dritten Weg, zwischen Parteipolitik und Bewegungspolitik? » Lesen
  • Von den Reizen und Unzulänglichkeiten kalendarischen Erzählens In die Gedanken hineinschlüpfen

    Von Christian Thomas
    Kalendarisches Schreiben und dabei die Protagonisten bis in ihre Gefühls- und Gedankenwelt begleiten kann uns historische Ereignisse und vergangene Zeiten näher bringen und verständlicher machen. Aber ist eine solche Geschichtsschreibung (sic!) legitim? - Schließlich verknüpft sie belegbare Fakten mit Fiktion. » Lesen
  • Gegen eine neue Blockspaltung in Europa Der Essay: Der Boden der Tatsachen und die Kraft der Ideen

    Von Johano Strasser
    Der Überfall auf die Ukraine war ein Schock. Es gilt jetzt, die Dinge nüchtern zu betrachten, Fehleinschätzungen zu korrigieren, sich keinen Illusionen mehr hinzugeben,.. Aber wir sollten uns die Welt nicht einfacher malen, als sie ist, sie besteht nicht nur aus Gut und Böse, aus Freunden und Feinden, ohne Zwischentöne. Darum sollten wir uns auch jetzt nicht Hals über Kopf in eine Militarisierung des Denkens und Handelns hineintreiben lassen. Auch wenn sich Recht und Unrecht in dem, was Putins Krieg in der Ukraine anrichtet, so klar scheidet. » Lesen
  • Historische Einordnung nach Putins Angriff auf Regeln und WerteEs ist nichts mehr, wie es war

    Von Herfried Münkler
    Es gab in der Geschichte viele Zäsuren, also Einschnitte oder Brüche, nach denen vieles anders war als zuvor, aber wir nennen das keineswegs immer »Zäsur« oder »Zeitenwende«. Wenn wir der Vorstellung anhängen, dass es einen gesellschaftlichen und moralischen Fortschritt gebe, dann bezeichnen wir Enttäuschungen dieser bevorzugt als Zäsuren: Es ist etwas eingetreten, was uns überrascht hat, womit wir nicht gerechnet haben und dessen Folgen uns nicht unbedingt erfreuen. » Lesen
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