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Aktuelle Ausgabe: 7/8/2022

Macht endlich Europa!

© picture alliance / ZUMAPRESS.com | Nicolas Landemard

Editorial

Von Richard Meng

Europa leidet, aber Europa lebt noch: Das ist die Lage in diesem Kriegssommer, der in all der Nach-Corona-Ferienstimmung für viele doch nurmehr ein Sommer pur ist. Das alte Europa schwankt zwischen bemühter Solidarität und besorgtem Abstand zum russischen Krieg in der Ukraine. Dort wiederum – und auf dem Balkan – bleibt die EU der große Sehnsuchtsort. Gefühlt der einzig sichere Hafen. Hauptsache dazugehören. » Lesen

  • Über die moralische Verengung unserer Diskurse Die nervöse Republik

    Von Wolfgang Merkel
    Die Debatten - sei es zur Klimafrage, während der Coronapandemie oder jetzt zum richtigen Handeln im Ukrainekrieg - zeigen ein ähnliches Muster: die Moralisierung der eigenen Position und die Entmoralisierung der anderen Seite. Ein Muster, dass wir ähnlich schon 2015 in der Flüchtlingskrise zu Migrationsfragen sahen. Was erzeugt diese moralische Verengung unserer Diskurse? Warum ist diese Republik so nervös geworden? » Lesen
  • Ruangrupa und die documenta fifteen Teilbare Erfahrungen

    Von Katharina J. Cichosch
    Die künstlerische Leitung der documenta 15 liegt in den Händen eines zehnköpfigen Künstlerkollektivs aus Indonesien: Ruangrupa - Künstlerinnen und Künstler, Architekten, Musiker, andere Kreative und Kuratoren arbeiten zusammen. Das indonesische Kollektiv verkörpert viele aktuelle Diskurse und Tendenzen; so wie das indonesische Kollektiv hat die documenta noch niemand zuvor künstlerisch betrieben. » Lesen
  • Über die Freiheitsidee der Arbeit muss neu gesprochen werden Ein brüchiges Ideal

    Von Lea-Riccarda Prix
    Die Welt ist unsicherer geworden: Krieg, Klimakollaps, Coronapandemie ­– drei Stichworte für aktuelle Erschütterungen, die uns aus einer trügerischen Sicherheit gerissen haben. Auch im Alltag haben sich Gewissheiten aufgelöst. Viele Menschen haben zwar einen Job, können aber von den Einkünften kaum leben. Anregend über den Broterwerb hinaus ist ihre Arbeit kaum. Mit der Digitalisierung stellen sich alte Probleme neu, etwa das der Trennbarkeit von Beruflichem und Privatem. Umso wichtiger wird die Frage, was das eigentlich ist – und was es sein sollte: gute, sinnstiftende Arbeit. » Lesen

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