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Aktuelle Ausgabe: 3/2026

Zukunft der Städte

Viel zu oft wird die Diskussion über die Städte auf einige wenige Kernprobleme verengt. Dieses Heft bietet ein breiteres Textspektrum. Es ist an der Zeit, wieder generell über die urbanen Perspektiven nachzudenken, von den baulichen bis zu den sozialen. Auch über die ewigen beiden Seiten städtischen Lebens, die glänzende wie die bedrückende, die so weit voneinander entfernt scheinen und doch Nachbarn auf engstem Raum bleiben.

Editorial

Viel zu oft wird die Diskussion über die Städte auf einige wenige Kernprobleme verengt. Dieses Heft bietet ein breiteres Textspektrum. Es ist an der Zeit, wieder generell über die urbanen Perspektiven nachzudenken, von den baulichen bis zu den sozialen. Auch über die ewigen beiden Seiten städtischen Lebens, die glänzende wie die bedrückende, die so weit voneinander entfernt scheinen und doch Nachbarn auf engstem Raum bleiben » Lesen

Von Richard Meng
  • Städte können ein Hebel gegen die Entfremdung sein Kommunale Beteiligung stärken

    Die Stärke des Kommunalen als Hebel gegen die Entfremdung erfordert einen funktionierenden, integrierten lokalen Diskursraum. Dieser ist schon bei größeren Dörfern nicht mehr analog herstellbar und er kann in den bestehenden Strukturen nicht wiederhergestellt werden. Dieser nüchterne Befund muss zum Handeln führen. Die für die Demokratie notwendige kommunikative Infrastruktur ist als Teil der Daseinsvorsorge zu verstehen. Ihr Verschwinden kann nicht achselzuckend als »Marktgeschehen« hingenommen werden.

    Von Peter Kurz | Ausgabe 3/2026
  • Das Konzept einer Stadt, in der unsere Kinder leben werden Zukunft als öffentliche Aufgabe

    Die Stadt im Jahr 2035 wird unter massivem Druck stehen. Wohnraum ist schon heute knapp und teuer, Mobilität vielerorts überlastet, öffentliche Infrastrukturen in Teilen überaltert. Klimatische Extremereignisse wie Hitzeperioden oder Starkregen treffen besonders dicht bebaute Quartiere. Parallel verändern Digitalisierung und Automatisierung Arbeitswelten, während soziale Unterschiede sichtbarer und politisch brisanter werden. Die Zukunft der Stadt entscheidet sich im Zusammenspiel von sozialer Gerechtigkeit, ökologischer Verantwortung und funktionierender Governance.

    Von Mareen Eichinger | Ausgabe 3/2026
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Interview

Ein Gespräch mit dem Bremer Bürgermeister Andreas Bovenschulte über die Last des Wandels und die Wachstumsperspektiven der großen Städte.

dafür & dagegen

JAVon Weert Canzler

dafür & dagegen

NEINVon Nils Busch-Petersen

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Artikel aus vergangenen Ausgaben

  • Nachschlag: Dialog für den Staat

    Politische Müdigkeit ist längst kein Randphänomen mehr. Zwischen Krisenmeldungen, Empörungswellen und der täglichen Flut an Skandalen scheint die Gesellschaft in einen Zustand kollektiver Erschöpfung geraten zu sein. Was sich zunächst als passives Desinteresse äußerte, wird zunehmend zu einer strukturellen Resignation: Menschen wenden sich nicht von Politik ab, weil sie ihnen gleichgültig geworden ist, sondern weil sie sich von ihr überfordert, missverstanden oder instrumentalisiert fühlen.

    Von Malik Kartal | Ausgabe 1/2/2026
  • Das Gemeinsame Europäische Asylsystem ist kein Selbstläufer Rechte allein reichen nicht

    Der Countdown läuft: Bis Mitte Juni 2026 müssen die Mitgliedstaaten das neue Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS) vollständig umsetzen. Und dieser Schritt ist bitternötig, denn nach Jahren des Stillstands bei der europäischen Asyl- und Migrationspolitik braucht es endlich effektive Lösungen für Migration und Flucht.

    Von Birgit Sippel | Ausgabe 1/2/2026
  • Trumps 20-Punkte-Plan hat den Krieg beendet, aber kann er Frieden stiften? Perspektiven für Gaza

    Was wird aus Gaza? Wohin steuert der Palästina-Konflikt im Lichte von Donald Trumps »Friedensplänen«? »Man lasse die Finger besser von Prophezeiungen, besonders von solchen über die Zukunft.« Den Rat hat man schon oft gehört in Nahost auf die Frage nach den politischen Perspektiven. In diesen Tagen aus aktuellem Grund. Angesichts einer Waffenruhe im Schwebezustand, vielfältigen »Spoilers«, auch Saboteure genannt, sowie eines wechsellaunigen US-Präsidenten sind Vorhersagen mit Vorsicht zu genießen. Meist entspringen sie entweder Wunschdenken oder denkbaren Szenarien des Scheiterns.

    Von Inge Günther | Ausgabe 1/2/2026
  • Ein Grundwert im Epochenbruch – alle haben Anlass zur selbstkritischen Reflexion Wie steht es um die Freiheit?

    Kaum noch zu finden ist derzeit die teleologische Gewissheit, dass wir uns bei allen Irrungen und Wirrungen auf dem progressiven Pfad der Freiheit befänden. Manche, die noch vor wenigen Jahren wähnten, die »Koalition des Fortschritts« werde mindestens ein Jahrzehnt prägen, fürchten nun eine säkulare Wende gegen die Freiheit. Da und dort raunt es gar, Perioden der Freiheit und der sie gewährleistenden Demokratie seien vielleicht doch historische Ausnahmezeiten. Ob Freiheit überhaupt als Leitidee taugt, ist infrage gestellt.

    Von Reinhard Bütikofer | Ausgabe 1/2/2026
  • Die Krise des real existierenden Liberalismus Unter Druck

    Autokraten müssen keine Sanktionen mehr fürchten, wenn sie liberale Grundwerte verletzen. Im Gegenteil, die Trump-Regierung fördert offen illiberale Kräfte in den westlichen Demokratien und arbeitet mit autoritären Machthabern gerne zusammen. Die Abkehr von wirtschaftlicher Verflechtung bedeutet, dass die zentrale Annahme des demokratischen Friedens – wonach mehr Zusammenarbeit zwischenstaatliche Konflikte unwahrscheinlicher macht – aufgegeben wurde. China will die Hierarchie der Menschenrechte revidieren: Politische Freiheitsrechte sollen hinter wirtschaftlichen und sozialen Rechten zurücktreten. Der universelle liberale Wertehimmel ist eingestürzt.

    Von Marc Saxer | Ausgabe 1/2/2026
  • Nachschlag: Dialog für den Staat

    Politische Müdigkeit ist längst kein Randphänomen mehr. Zwischen Krisenmeldungen, Empörungswellen und der täglichen Flut an Skandalen scheint die Gesellschaft in einen Zustand kollektiver Erschöpfung geraten zu sein. Was sich zunächst als passives Desinteresse äußerte, wird zunehmend zu einer strukturellen Resignation: Menschen wenden sich nicht von Politik ab, weil sie ihnen gleichgültig geworden ist, sondern weil sie sich von ihr überfordert, missverstanden oder instrumentalisiert fühlen.

    Von Malik Kartal | Ausgabe 1/2/2026

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Selected articles from the German-language monthly journal Neue Gesellschaft|Frankfurter Hefte translated to English.

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  • Trumps 20-Punkte-Plan hat den Krieg beendet, aber kann er Frieden stiften? Perspektiven für Gaza

    Was wird aus Gaza? Wohin steuert der Palästina-Konflikt im Lichte von Donald Trumps »Friedensplänen«? »Man lasse die Finger besser von Prophezeiungen, besonders von solchen über die Zukunft.« Den Rat hat man schon oft gehört in Nahost auf die Frage nach den politischen Perspektiven. In diesen Tagen aus aktuellem Grund. Angesichts einer Waffenruhe im Schwebezustand, vielfältigen »Spoilers«, auch Saboteure genannt, sowie eines wechsellaunigen US-Präsidenten sind Vorhersagen mit Vorsicht zu genießen. Meist entspringen sie entweder Wunschdenken oder denkbaren Szenarien des Scheiterns.

    Von Inge Günther | Ausgabe 1/2/2026
  • Was aktuelle Sicherheitsgesetze über die Logik digitaler Regulierung verraten Daseinsvorsorge in Stichproben

    Kritische Infrastrukturen sind die Grundlagen unseres Zusammenlebens. Unternehmen und Behörden sollen dazu angehalten werden, präventive Maßnahmen zu ergreifen, damit die Daseinsvorsorge für die Bürgerinnen und Bürger auch – aber nicht nur und nicht erst – im Krisenfall gewährleistet ist. Und dass sie ihre Resilienz auf dieses Ziel hin stärken. Allerdings ist eine Steuerprüfung wahrscheinlicher als eine Prüfung der Resilienz.

    Von Aleksandra Sowa | Ausgabe 1/2/2026
  • Wovor die Brandmauer uns schützen soll Das wäre eine andere Republik

    Von Ruprecht Polenz | Ausgabe 1/2/2026
  • Die Erwartungen an die internationale Zusammenarbeit steigen Investieren wir ins Zuhören

    Wir erleben einen Epochenbruch. Die bisherige regelbasierte internationale Ordnung erodiert als Grundlage für die internationale Zusammenarbeit. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, die zunehmende Bedrängung durch autoritäre und autoritär agierende Akteure, globale Krisen sowie die Nachwirkungen der Coronapandemie sind alle Beschleunigungsfaktoren einer verstärkt multipolaren Grundstruktur mit ihren Unsicherheiten und Unzeitigkeiten. Die stärkere Verzahnung von Außen-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik ist daher als strategisches Dreieck für die internationalen Beziehungen Deutschlands nur folgerichtig. Gleichzeitig steigt international die Erwartung an Deutschland.

    Von Thorsten Schäfer-Gümbel | Ausgabe 11/2025
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