Menü

Aktuelle Ausgabe: 6/2021

Respekt? Respekt!

© Foto: picture alliance / Westend61 | Kniel Synnatzschke

Editorial

Von Thomas Meyer

Respekt? Respekt! So lautet der Titel dieser Ausgabe. Ist dieser Alltagsbegriff zum neuen Stern am Grundwertehimmel aufgestiegen? So fragen wir in einem unserer Beiträge. Die Sozialdemokratie hat den alten Begriff jedenfalls zum Leitmotiv ihres Wahlprogramms erhoben: ein neuer Leitbegriff für die gesellschaftliche Wertschätzung der manuellen Arbeit und ihrer angemessenen Entlohnung. Die Erfahrungen aus dem Gesundheitswesen gelten ja tatsächlich für viele Bereiche unserer Arbeitswelt und der Gesellschaft. Wir haben begonnen, nun vieles mit neuen Augen zu sehen. Das zeigen die Beiträge unseres Schwerpunktes. » Lesen

  • Freiheit in Zeiten der Pandemie

    Von Otfried Höffe
    Die Freiheit ist das höchste Gut des Menschen, denn sie macht seine Würde aus. Dieses Prinzip darf auch in schwierigen Zeiten - wie denen einer Pandemie - nicht geopfert werden. Als das wichtigste Instrument, um in der weltweit grassierenden COVID-19 Seuche Freiheit zu retten, erweist sich der Impfstoff. Nicht zuletzt deshalb steht die Impfpolitik im Fokus öffentlicher Auseinandersetzung. » Lesen
  • Jeder Mensch ist ein Künstler

    Von Ralf Schlüter
    "Ich bin der Narr, der Idiot mit dem Filzhut. Sie stoßen mich in die oder jene Ecke. Ich stelle mich da ganz einfach zur Verfügung. Ich will den Leuten klarmachen, daß ich eigentlich genauso bin wie sie selber." (Joseph Beuys, 1984) » Lesen
  • Zum 100. Geburtstag von Erich Fried Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da

    Von Hanjo Kesting
    Er war der produktivste Lyriker deutscher Sprache, ein »rasender Verworter«. Schon Hans Magnus Enzensberger, der Erich Fried in den frühen 60er Jahren, als sein Ruhm noch esoterisch war, in London besuchte, sprach scherzhaft von den »ungefähr zwölftausend Gedichten, die Fried geschrieben habe und allesamt auswendig könne«. Vor dieser Produktivität musste jeder erblassen, der sich an Gottfried Benns Satz erinnerte, man könne im Laufe eines Lebens vielleicht ein halbes Dutzend gültiger Gedichte zustande bringen. » Lesen

Newsletter

Zu jeder Ausgabe alle Informationen kostenlos per Mail.

ePaper

Die digitale Ausgabe der NG|FH als Browseransicht für PC/Mac und Laptop oder App für Smartphone und Tablet.

Zum ePaper

Internationale Ausgabe

Die NG|FH in englischer Sprache!

Weitere Informationen

  • Warum eine genderorientierte Außenpolitik notwendig ist Kein Luxusgut

    Von Daniela De Ridder
    Sobald »echte«, schier unlösbare Probleme auftauchen, sind die Nehmerqualitäten von Frauen besonders gefordert. Gleichwohl zeigt sich dabei so mancher Widerspruch, denn zugleich finden in Konfliktlagen – wie etwa aktuell während der Corona-Pandemie – Gleichstellungsfragen weitaus weniger Aufmerksamkeit. » Lesen
  • Die Motoren sozialer Netzwerke Dopamin und Manipulation

    Von Paul-Henri Campbell
    Soziale Medien verfolgen kapitalistische Interessen; das Mittel zu diesem Zweck ist die datenbasierte Manipulation unserer Fähigkeit zu fühlen, zu urteilen und wahrzunehmen. Wie nutzen soziale Technologien unsere menschlichen Grundbedürfnisse, etwa Anerkennung und Glück, aus, um unser individuelles Verhalten in eine für Werbekunden (oder Propagandisten) gewünschte Richtung zu lenken? » Lesen
  • Robert Misik ergründet die neue (Ab)Normalität der Pandemie Was bleibt?

    Von Christian Krell
    Robert Misik schaut in seinem neuen Buch auf unser Leben in der pandemischen Gesellschaft und fragt, was dies eigentlich ist und was davon bleibt, wenn die Pandemie geht. » Lesen
  • Entsorgung von Geschichte im Stadtbild

    Von Peter Brandt
    Im Zuge der Black-Lives-Matter-Bewegung sind in den USA und im Vereinigten Königreich Denkmäler historischer Akteure vom Sockel gestürzt worden. Hierzulande geht es (noch) hauptsächlich um die Umbenennung von Straßen. Doch letztlich geht es auch bei uns um die Frage, wo die Grenze des noch zu Tolerierenden verläuft; man findet nämlich - aus heutiger Sicht - meist etwas Problematisches. » Lesen
  • Ein Plädoyer für feministische Identitätspolitik

    Von Lea Susemichel
    Von Anfang an stand die Frauenbewegung vor der Herausforderung, ein politisches Subjekt Frau zu bestimmen und Gemeinsamkeiten zu proklamieren, über die sie sich definieren konnte. Oder anders gefragt: Für wen kämpft der Feminismus eigentlich? Und umgekehrt: Wer wird (oder fühlt sich) ausgeschlossen? » Lesen
  • »Identitätspolitik« – ein heikles Feld

    Von Thomas Meyer
    "Identitätspolitik" ist ein weit gefasster, doppeldeutiger Begriff: hier die auf Inklusion zielende Identitätspolitik der demokratischen Linken, dort die exkludierende, ethnisch-nationalistische der extremen Rechten. Ein und derselbe Begriff bei scharf entgegengesetzten gesellschaftlichen Werte und politischen Ziele. Eine historische und begriffliche Analyse. » Lesen
  • Identitätsfreiheit statt politisierte Identitäten

    Von Sandra Kostner
    Eine freiheitliche Kultur beinhaltet, dass Menschen ihre Identitäten frei wählen können. Dazu gehören selbstredend auch kulturelle und religiöse Identitäten. Wichtig ist dabei, dass Menschen diese Entscheidung wirklich frei treffen können, und die Bereitschaft aller, ihre personalen Identitäten auf der gesellschaftlichen Ebene einer gemeinsamen Bürgeridentität unterzuordnen. » Lesen
  • Die Offenheit der Parteienlandschaft seit den Frühjahrswahlen Ahnung des Neuen

    Von Richard Meng
    Es wird 2021 einen neuen Kanzler oder eine neue Kanzlerin geben. Wahrscheinlich auch eine neue Regierungskoalition. Mit Sicherheit eine veränderte Politik, es geht gar nicht anders. Es gäbe deshalb viel zu besprechen, möglichst vor den Wahlen. » Lesen
  • John Rawls und die Suche nach Gerechtigkeit

    Von Detlef Horster
    Was ist Gerechtigkeit? Und wann kann eine Gesellschaft als gerecht bezeichnet werden, gerade auch unter dem Aspekt der Verteilungsgerechtigkeit. John Rawls suchte und fand darauf (s)eine Antwort, die er in dem Werk "Eine Theorie der Gerechtigkeit" im Jahr 1971 niederlegte. Ein Werk, das seither und bis heute ein großes Echo gefunden hat. » Lesen
  • Zur Aktualität der Gedanken von Robert O. Putnam in Zeiten des Social Distancing Alleine Bowling spielen?

    Von Hektor Haarkötter
    Womöglich ist das social distancing dieser Tage gar kein soziales sondern einfach nur ein körperliches, ein body distancing. Sozial können wir heute auch sein, ohne uns physisch zu begegnen. Wir können sogar "gemeinsam einsam" musizieren oder im Chor singen. Trotzdem geht etwas verloren - und am Ende wissen wir Zusammenkünfte in Vereinen welcher Art auch immer vielleicht wieder besonders zu schätzen. » Lesen
Nach oben