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Aktuelle Ausgabe: 10/2021

Die neue Zeit

© Foto: picture alliance / dpa | Michael Kappeler

Editorial

Von Richard Meng

Angela Merkel geht, eine neue politische Zeit bricht an. Seit dem Wahlabend ist dabei klar: Es wird auch innenpolitisch eine besonders spannende, nach traditionellen Maßstäben geradezu unkalkulierbare Zeit, von all den sonstigen weltweiten Turbulenzen ganz abgesehen. » Lesen

  • Die Bedeutung von John Rawls‘ Theorie der Gerechtigkeit im Zeitalter Künstlicher Intelligenz Der doppelte Schleier des Digitalen

    John Rawls hat Justitia den Schleier abgenommen, um ihn in seinem berühmten Gedankenexperiment allen Mitgliedern einer künftigen Gesellschaft anzulegen, die hinter dem Schleier des Nicht-Wissens über ihre eigene Position in der Gesellschaft die Regeln für diese Gesellschaft beschließen sollen. Die Digitalisierung wirft die Gerechtigkeitsfrage neu auf, ja verschärft sie in vielerlei Hinsicht dramatisch. Wie kann uns Rawls angesichts der heutigen Herausforderungen inspirieren, die Gerechtigkeitsfrage neu zu beantworten?  » Lesen
  • »Es geht letztlich um das Gefühl, politisch gut aufgehoben zu sein«

    Seit Dezember 2019 ist Norbert Walter-Borjans neben Saskia Esken SPD-Parteivorsitzender. Im Gespräch mit Richard Meng geht es um Emotionen in der Politik, die politische Konkurrenz, um Strategien im Bundestagswahlkampf – und Corona. » Lesen
  • Politisierung politisch nutzen

    Von Paulina Fröhlich
    Krisen politisieren. Nicht anders war es mit der Coronakrise. Sie hat unzähligen Menschen nachhaltig geschadet, aber sie hat sie auch politisiert. Alle haben die Erfahrung gemacht, dass politische Entscheidungen schnell, tiefgreifend in das Private wirken und drastisch den eigenen Alltag beeinflussen können. » Lesen

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  • Künstliche Intelligenz und die Selbstentmachtung des Menschen Das autonome Auto ist erst der Anfang

    Von Aleksandra Sowa
    »Das autonome Auto kommt«, dessen ist sich Roberto Simanowski in seinem Buch Todesalgorithmus sicher, »und wahrscheinlich noch vor den autonomen Waffen und den mechanischen Haustieren«. Keine menschliche Unzuverlässigkeit, Vergesslichkeit oder Unberechenbarkeit darf in diesem System die optimalen Berechnungen einer Maschine stören. Übernimmt die KI das Ruder unserer Lebensführung und Entscheidungen? » Lesen
  • Zur Übersetzung von Poesie im deutschsprachigen Raum Is Your Sin Original?

    Von Paul-Henri Campbell
    Amanda Gormans Gedicht "The Hill We Climb" löste zunächst eine Diskussion aus um das Verhältnis und die Wechselwirkung von Poesie und Öffentlichkeit, Poesie und gesellschaftliche Selbstverständigung, Kunst und Politik. Im Anschluss daran entbrannte dann eine zweite Diskussion über die literarische Übersetzung. » Lesen
  • Afrikas Kampf um seine Kunstschätze Der Umgang mit dem kolonialen Erbe ändert sich

    Von Andreas Eckert
    Ende April 2021 kündigte die Bundesregierung an, zumindest einen großen Teil der über 1.100 in deutschen Museen aufbewahrten »Benin-Bronzen« zurückgeben zu wollen. Dabei handelt es sich um ein Kontingent von schätzungsweise 10.000 wertvollen Gegenständen, vornehmlich aus Bronze und Elfenbein, die 1897 während einer extrem gewalttätigen »Strafexpedition« von Mitgliedern britischer Kolonialtruppen aus dem Herrscherpalast von Benin-City im heutigen Nigeria geraubt wurden und seither die Bestände zahlreicher Museen weltweit (vor allem in Europa) sowie einige Privatsammlungen zieren. » Lesen

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Weitere Informationen

  • Unter dem Schleier der Öffentlichkeit

    Von Johano Strasser
    »Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages«, so steht es im Grundgesetz, »werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt«. Damit die Wahl für alle Bürger gleichermaßen eine freie Entscheidung sein kann, muss sie geheim sein. Nicht geheim, sondern öffentlich soll aber das sein, was dem Wahlgang vorausgeht, ... » Lesen
  • Jia Tolentino über das inszenierte Ich

    Von Beate Tröger
    Die Essays in "Trick Mirror" der 32-jährigen Journalistin Jia Tolentino, die Inszenierungen des Ichs im Internet untersuchen, schildern vor allem die problematische und zersetzende Form dieser Spiegelungen des Ichs in den unendlichen Weiten des Internets, die selbstverzerrende und -verwirrende Form, die mutmaßlich dem zutiefst humanen Wunsch entspringt, erkannt zu werden. » Lesen
  • Debatten über die Rekonstruktion zerstörter Synagogen Ringen um größere Sichtbarkeit

    Von Eugen El
    Der Wiederaufbau (die Rekonstruktion) der während der NS-Zeit zerstörten Synagogen findet nicht nur Unterstützer. Auch in den jüdischen Gemeinden ist die Stimmungslage kontrovers. Es geht um Sichtbarkeit und um Erinnerung - und um die richtige Art und Weise. » Lesen
  • Marcel Proust zum 150. Geburtstag »Ein wenig Zeit im Reinzustand«

    Von Hanjo Kesting
    Am 10. Juli 1881 wurde Marcel Proust in Paris geboren. 1913 erschien der erste Band seines Romanzyklus "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit", der ihn berühmt machen sollte: "In Swanns Welt". Bis zu seinem Tod im Jahr 1922 gab er sich in seiner Wohnung ganz dem Schreiben (und das war bei ihm gleichbedeutend mit Erinnern) hin in insgesamt sieben Bänden. » Lesen
  • Wie Frauen die Politik eroberten Vergrämt, verlacht und ausgebootet

    Von Cosima Lutz
    Der Weg von Frauen in die Politik war steinig. Sie nahmen den männlichen Politikern ja auch etwas weg vom "Kuchen der Macht" - und diese zeigten sich mit Ihren Ausgrenzungsstrategien nicht eben zimperlich. Wieviel Courage und Souveränität dies von den Politikerinnen erforderte, davon berichtet Torsten Körners Buch "In der Männer-Republik. » Lesen
  • Anmerkungen zu Ferdinand von Schirachs "Jeder Mensch" Konkrete Utopie

    Von Johann Justus Vasel
    Ferdinand von Schirach konstatiert große Lücken in den Verfassungen der europäischen Länder und plädiert mit seinem Projekt für die Schaffung von sechs neuen Grundrechten für Europa. Er trifft damit auf scharfe Kritik und Spott. Unser Autor lobt den Mut und den Blick in die Zukunft. » Lesen
  • Moralisierung und Polarisierung als gesellschaftliche Signatur

    Von Wolfgang Merkel
    Moralisierung: Wie die meisten westlichen Gesellschaften trennt auch unsere ein tiefer kultureller Graben aus Sprachlosigkeit und Verachtung bis zur Feindschaft. Polarisierung: Der Verlust von Empathie und Kompromiss führt, auch dies wie in den meisten westlichen Länder, zu einer unüberbrückbar scheinenden Verfestigung und Verhärtung der Lager. Was ist zu tun? » Lesen
  • Zum 50. Todestag von Jim Morrison Break on Through (To the Other Side)

    Von Lewis Hinchman
    Die Band ist so legendär wie ihr Frontmann exzentrisch war: Am 3. Juli vor 50 Jahren starb der Frontmann der Band The Doors. » Lesen
  • Norbert Mappes-Niedeck geht der Frage nach, warum der Westen den Osten nicht versteht Europas geteilter Himmel

    Von Uli Schöler
    Der Autor des hier vorgestellten Buches hat als Korrespondent deutscher Tages- und Wochenzeitungen die Länder des Balkans und alle weiteren osteuropäischen Länder bereist und in Reportagen Alltag und Politik, Kultur und Lebensweise der dortigen Bevölkerungen studiert und beschrieben. Wer sich auf eine Lektüre seines Buches einlässt, geht mit ihm auf eine Reise durch diesen Teil der europäischen Kultur; empfehlenswert für ein differenziertes Bild des europäischen Ostens. » Lesen
  • Plädoyer für eine Gesellschaft des Respekts

    Von Olaf Scholz
    Olaf Scholz skizziert die Eckpunkte einer Politik des Respekts. Diese spielt Identitätsfragen, eine Anti-Diskriminierungspolitik und die soziale Frage nicht gegeneinander aus. Sie ist gleichermaßen liberal wie sozial. » Lesen
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