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Aktuelle Ausgabe: 5/2021

Solidarität in Corona-Zeiten

© Foto: picture alliance / dpa / dpa-Zentralbild | Waltraud Grubitzsch | 

Editorial

Von Thomas Meyer

Solidarität in Corona-Zeiten lautet das Thema dieser Ausgabe. Es müsste besser heißen: Solidarität und Freiheit, denn um das Verhältnis dieser beiden Grundwerte zueinander geht es ja in Wahrheit. Und zwar in vielen Bereichen des Zusammenlebens auf jeweils eigene Weise: Familie, Schule, Arbeit und Gesellschaft. Selten wohl war so deutlich wie in dieser unbarmherzigen Katastrophe, welche direkten und weitreichenden Folgen unser eigenes Handeln für das Wohlergehen und sogar das Leben nicht nur unserer Nächsten sondern der ganzen Gesellschaft, für die Freiheit aller hat. » Lesen

  • Jeder Mensch ist ein Künstler

    Von Ralf Schlüter
    "Ich bin der Narr, der Idiot mit dem Filzhut. Sie stoßen mich in die oder jene Ecke. Ich stelle mich da ganz einfach zur Verfügung. Ich will den Leuten klarmachen, daß ich eigentlich genauso bin wie sie selber." (Joseph Beuys, 1984) » Lesen
  • Chancen, Anforderungen und Widerständigkeiten des Homeoffice Digitale Arbeitskulturen

    Von Sarah May, Roman Tischberger
    Die COVID-19-Pandemie beeinflusst auch den Arbeitsalltag vieler Menschen, etwa durch das Arbeiten im Homeoffice.Doch wie verändert das Homeoffice die Art und Weise, wie wir arbeiten? Und was davon bleibt nach der Pandemie? Eine Einschätzung aus alltagskulturwissenschaftlicher Sicht. » Lesen
  • Zum 100. Geburtstag von Erich Fried Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da

    Von Hanjo Kesting
    Er war der produktivste Lyriker deutscher Sprache, ein »rasender Verworter«. Schon Hans Magnus Enzensberger, der Erich Fried in den frühen 60er Jahren, als sein Ruhm noch esoterisch war, in London besuchte, sprach scherzhaft von den »ungefähr zwölftausend Gedichten, die Fried geschrieben habe und allesamt auswendig könne«. Vor dieser Produktivität musste jeder erblassen, der sich an Gottfried Benns Satz erinnerte, man könne im Laufe eines Lebens vielleicht ein halbes Dutzend gültiger Gedichte zustande bringen. » Lesen
  • Wie sich die Globalisierung nach Corona verändern muss Zeit für einen grundlegenden Wandel

    Von Jochen Steinhilber
    Die Frage ist nicht so sehr, ob nach Corona alles wieder so sein wird wie vor Corona, die Frage ist: Sollte es überhaupt wieder so sein wie vor der Pandemie oder müssten wir nicht daraus gelernt haben und diese einschneidende Erfahrung für allfällige ökonomische Reformen, globale Strategiewechsel und nationale Verhaltensveränderungen nutzen. » Lesen
  • Warum eine genderorientierte Außenpolitik notwendig ist Kein Luxusgut

    Von Daniela De Ridder
    Sobald »echte«, schier unlösbare Probleme auftauchen, sind die Nehmerqualitäten von Frauen besonders gefordert. Gleichwohl zeigt sich dabei so mancher Widerspruch, denn zugleich finden in Konfliktlagen – wie etwa aktuell während der Corona-Pandemie – Gleichstellungsfragen weitaus weniger Aufmerksamkeit. » Lesen

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  • Die Motoren sozialer Netzwerke Dopamin und Manipulation

    Von Paul-Henri Campbell
    Soziale Medien verfolgen kapitalistische Interessen; das Mittel zu diesem Zweck ist die datenbasierte Manipulation unserer Fähigkeit zu fühlen, zu urteilen und wahrzunehmen. Wie nutzen soziale Technologien unsere menschlichen Grundbedürfnisse, etwa Anerkennung und Glück, aus, um unser individuelles Verhalten in eine für Werbekunden (oder Propagandisten) gewünschte Richtung zu lenken? » Lesen
  • Entsorgung von Geschichte im Stadtbild

    Von Peter Brandt
    Im Zuge der Black-Lives-Matter-Bewegung sind in den USA und im Vereinigten Königreich Denkmäler historischer Akteure vom Sockel gestürzt worden. Hierzulande geht es (noch) hauptsächlich um die Umbenennung von Straßen. Doch letztlich geht es auch bei uns um die Frage, wo die Grenze des noch zu Tolerierenden verläuft; man findet nämlich - aus heutiger Sicht - meist etwas Problematisches. » Lesen
  • Ein Plädoyer für feministische Identitätspolitik

    Von Lea Susemichel
    Von Anfang an stand die Frauenbewegung vor der Herausforderung, ein politisches Subjekt Frau zu bestimmen und Gemeinsamkeiten zu proklamieren, über die sie sich definieren konnte. Oder anders gefragt: Für wen kämpft der Feminismus eigentlich? Und umgekehrt: Wer wird (oder fühlt sich) ausgeschlossen? » Lesen

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Weitere Informationen

  • »Identitätspolitik« – ein heikles Feld

    Von Thomas Meyer
    "Identitätspolitik" ist ein weit gefasster, doppeldeutiger Begriff: hier die auf Inklusion zielende Identitätspolitik der demokratischen Linken, dort die exkludierende, ethnisch-nationalistische der extremen Rechten. Ein und derselbe Begriff bei scharf entgegengesetzten gesellschaftlichen Werte und politischen Ziele. Eine historische und begriffliche Analyse. » Lesen
  • Identitätsfreiheit statt politisierte Identitäten

    Von Sandra Kostner
    Eine freiheitliche Kultur beinhaltet, dass Menschen ihre Identitäten frei wählen können. Dazu gehören selbstredend auch kulturelle und religiöse Identitäten. Wichtig ist dabei, dass Menschen diese Entscheidung wirklich frei treffen können, und die Bereitschaft aller, ihre personalen Identitäten auf der gesellschaftlichen Ebene einer gemeinsamen Bürgeridentität unterzuordnen. » Lesen
  • John Rawls und die Suche nach Gerechtigkeit

    Von Detlef Horster
    Was ist Gerechtigkeit? Und wann kann eine Gesellschaft als gerecht bezeichnet werden, gerade auch unter dem Aspekt der Verteilungsgerechtigkeit. John Rawls suchte und fand darauf (s)eine Antwort, die er in dem Werk "Eine Theorie der Gerechtigkeit" im Jahr 1971 niederlegte. Ein Werk, das seither und bis heute ein großes Echo gefunden hat. » Lesen
  • Zur Aktualität der Gedanken von Robert O. Putnam in Zeiten des Social Distancing Alleine Bowling spielen?

    Von Hektor Haarkötter
    Womöglich ist das social distancing dieser Tage gar kein soziales sondern einfach nur ein körperliches, ein body distancing. Sozial können wir heute auch sein, ohne uns physisch zu begegnen. Wir können sogar "gemeinsam einsam" musizieren oder im Chor singen. Trotzdem geht etwas verloren - und am Ende wissen wir Zusammenkünfte in Vereinen welcher Art auch immer vielleicht wieder besonders zu schätzen. » Lesen
  • Weichenstellungen für eine sozial gerechte Verkehrswende

    Von Ruth Blanck
    Der Verkehr ist ein Sorgenkind der Klimaschutzpolitik. Mit einem Anteil von 20 % an den deutschen Treibhausgas-Emissionen – und da ist der Luftverkehr noch nicht einmal miteingerechnet – ist allerdings klar, dass der Verkehr einen Beitrag zur Erreichung der deutschen Klimaschutzziele leisten muss. Wie kann das gelingen? » Lesen
  • Die Infantilisierung der Gesellschaft?

    Von Johano Strasser
    Demokratie ist etwas für Erwachsene. Dabei ist Erwachsensein nicht einfach eine Frage des Alters; es ist vielmehr ein intellektueller und emotionaler Reifezustand, der sich bei manchen Menschen früher, bei manchen später und bei manchen überhaupt nicht einstellt. Der Autor geht im folgenden Essay auf die Frage ein, was für Folgen eine infantilisierte Gesellschaft (Benjamin Barber) für die Demokratie hat. Und was dagegen zu tun ist. » Lesen
  • Wie ein transatlantischer New Deal aussehen könnte Der neue US-Präsident und seine Grenzen

    Von Mario Telò
    Am 20. Januar 2021 wird Joe Biden als 46. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt. Die Wahl von Joe Biden und Kamala Harris ist eine hervorragende Nachricht für die Welt und insbesondere für die Europäer. Der Blick auf die Zukunft der transatlantischen Beziehungen sollte aber realistisch sein. Was wäre - aus europäischer Sicht - für einen New Deal von besonderer Bedeutung? » Lesen
  • Zum 80. Geburtstag der Friedenskämpferin und Folksängerin Joan Baez Die Unruhestifterin

    Von Jens Rosteck
    Eine Hommage an eine begnadete Sängerin, wunderbare Musikerin, mutige Friedensaktivistin und charismatische Persönlichkeit. » Lesen
  • Über die identitätspolitische Diskussion in den USA Unterschiede respektieren, das Gemeinsame bewahren

    Gespräch mit Susan Neiman
    Die US-amerikanische Philosophin Susan Neiman wuchs in einer jüdischen Familie in Atlanta, Georgia auf. Sie war Professorin an der Yale University und der Universität Tel Aviv. Seit 2000 ist sie Direktorin am Einstein Forum in Potsdam. Ihre Hauptarbeitsgebiete sind Moralphilosophie, politische Philosophie und Philosophiegeschichte. Zuletzt erschien 2020 bei Hanser: »Von den Deutschen lernen. Wie Gesellschaften mit dem Bösen in ihrer Geschichte umgehen können«. Die Fragen stellte Thomas Meyer. » Lesen
  • Über falsche Radikalisierungen und verfehlte Feindbilder im Kampf um Anerkennung Es gilt die Balance zu halten

    Gespräch mit Wolfgang Thierse
    Wolfgang Thierse, Bundestagspräsident a. D., langjähriger stellvertretender SPD-Vorsitzender und Mit-Herausgeber der NG|FH, hat sich ein Leben lang mit kulturellen Herausforderungen, mit Grundwerte- und Orientierungsfragen beschäftigt. Klaus-Jürgen Scherer sprach mit ihm über berechtigte und überzogene Forderungen in der identitätspolitischen Diskussion. » Lesen
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