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Aktuelle Ausgabe: 4/2026

Emotion und Politik

Was überzeugt Menschen, was reißt sie mit? Müsste die weltoffene Demokratie deutlicher Gefühle ansprechen und ausdrücken? Die Emotion erfolgreicher Zukunftspolitik: Wer verkörpert die – und durch was? Dieses Heft soll ein Anstoß dazu sein, progressive Politik in diesem Sinne ganzheitlicher zu sehen.

Editorial

Mehr Emotionen wagen? In Zeiten, in denen im wahrlich nahen Osten zweifach Krieg ist, mögen manche das für eine akademische Frage halten. Und doch ist es ein im linken politischen Spektrum gerade sehr populärer Ratschlag. » Lesen

Von Richard Meng
  • Geostrategische Neupositionierung der USA »Ihrem Ende eilen sie zu...«

    Donald Trumps Erklärung vom Anfang dieses Jahres, er wolle das zu Dänemark gehörige Grönland den USA einverleiben, war, auch wenn er das Projekt anschließend relativiert und vorerst zurückgestellt hat, der Todesstoß für den Westen. Das mussten selbst überzeugte Transatlantiker in Deutschland eingestehen. Seitdem spätestens wissen die Europäer, dass sie sich sicherheitspolitisch nicht mehr auf die USA verlassen können.

    Von Herfried Münkler | Ausgabe 4/2026
  • In Zeiten der Überforderung zählen nicht nur Argumente Gefühle als Ressource

    Politische Kommunikation hat sich verändert. Nicht nur wegen neuer Tonlagen, sondern weil sich die gesellschaftliche Lage grundlegend verschoben hat. Die Welt wirkt komplexer, krisenhafter und schwerer durchschaubar. Klimawandel, geopolitische Spannungen, wirtschaftliche Transformation und digitale Umbrüche überlagern sich – und erzeugen ein anhaltendes Gefühl von Irritation und Überforderung. Rückzug, Unwissenheit, Enttäuschung und Verunsicherung prägen weite Teile der Bevölkerung. Entscheidend ist politische Führung; Personen, die Orientierung verkörpern – die zuhören, entscheiden und Verantwortung übernehmen.

    Von Frank Stauss/ Darius Youssofi | Ausgabe 4/2026
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Interview

Ein Gespräch mit dem Soziologen Heinz Bude über schlechte Stimmung und Wege aus der Ratlosigkeit

Artikel aus vergangenen Ausgaben

  • Das Konzept einer Stadt, in der unsere Kinder leben werden Zukunft als öffentliche Aufgabe

    Die Stadt im Jahr 2035 wird unter massivem Druck stehen. Wohnraum ist schon heute knapp und teuer, Mobilität vielerorts überlastet, öffentliche Infrastrukturen in Teilen überaltert. Klimatische Extremereignisse wie Hitzeperioden oder Starkregen treffen besonders dicht bebaute Quartiere. Parallel verändern Digitalisierung und Automatisierung Arbeitswelten, während soziale Unterschiede sichtbarer und politisch brisanter werden. Die Zukunft der Stadt entscheidet sich im Zusammenspiel von sozialer Gerechtigkeit, ökologischer Verantwortung und funktionierender Governance.

    Von Mareen Eichinger | Ausgabe 3/2026
  • Städte können ein Hebel gegen die Entfremdung sein Kommunale Beteiligung stärken

    Die Stärke des Kommunalen als Hebel gegen die Entfremdung erfordert einen funktionierenden, integrierten lokalen Diskursraum. Dieser ist schon bei größeren Dörfern nicht mehr analog herstellbar und er kann in den bestehenden Strukturen nicht wiederhergestellt werden. Dieser nüchterne Befund muss zum Handeln führen. Die für die Demokratie notwendige kommunikative Infrastruktur ist als Teil der Daseinsvorsorge zu verstehen. Ihr Verschwinden kann nicht achselzuckend als »Marktgeschehen« hingenommen werden.

    Von Peter Kurz | Ausgabe 3/2026
  • Hans-Jochen Vogel – (nicht nur) Vorkämpfer für eine gerechte Bau- und Bodenpolitik Sein Lebensthema

    Hans-Jochen Vogel ging es immer darum, den Primat der Politik vor Wirtschaft und Technologie zu verteidigen, um Lebensqualität und Menschenwürde zu fördern. So entwickelte er ein juristisch gut abgesichertes Modell für eine gerechte Bodenpolitik; man dürfe Grund und Boden nicht dem Spiel der Marktkräfte oder dem Belieben des Einzelnen überlassen. Denn: »Die Wohnungs-, Bau- und Bodenpolitik muss den Mangel an Wohnungen beheben.« (Godesberger Programm der SPD)

    Von Benno Haunhorst | Ausgabe 3/2026
  • Der digitale Strukturwandel der Öffentlichkeit im Zeitalter der KI Eine Maschine im Namen des Dialogs

    Ende 2024 sorgte ein Artikel im Fachmagazin Science für Aufsehen: Unter dem Titel »Googles DeepMind entwickelt eine KI, die uns davon abhalten soll, einander zu hassen« wurde der Name des Konsensphilosophen Jürgen Habermas für eine fragwürdige Technologiepropaganda vereinnahmt. Was zunächst wie eine kuriose Fußnote der Technikgeschichte wirkte, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als Symptom einer tiefgreifenden Krise der demokratischen Öffentlichkeit.

    Von Matthias Pfeffer | Ausgabe /
  • I. Eine Ära ist zu Ende gegangen Zum Tod von Jürgen Habermas

    Der große Philosoph und Soziologe Jürgen Habermas wurde in vielen Nachrufen umfassend gewürdigt. Da sollte die NG/FH, in der sich immer wieder Autorinnen und Autoren auf sein epochales Werk bezogen haben, nicht hinten anstehen. Es gelang uns zwei besondere Erinnerungen eines ihm nicht nur nachbarschaftlich eng verbundenen Schriftsteller-Paares zu gewinnen.Johanno Strasser fasst die Bedeutung seines Werkes zusammen, Franziska Sperr erzählt über den Men-schen Habermas.

    Von Johano Strasser | Ausgabe /
  • II. Der andere Habermas Zum Tod von Jürgen Habermas

    Der große Philosoph und Soziologe Jürgen Habermas wurde in vielen Nachrufen umfassend gewürdigt. Da sollte die NG/FH, in der sich immer wieder Autorinnen und Autoren auf sein epochales Werk bezogen haben, nicht hinten anstehen. Es gelang uns zwei besondere Erinnerungen eines ihm nicht nur nachbarschaftlich eng verbundenen Schriftsteller-Paares zu gewinnen.Johanno Strasser fasst die Bedeutung seines Werkes zusammen, Franziska Sperr erzählt über den Menschen Habermas.

    Von Franziska Sperr | Ausgabe /

NG/FH in English

Selected articles from the German-language monthly journal Neue Gesellschaft|Frankfurter Hefte translated to English.

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  • Nachschlag: Dialog für den Staat

    Politische Müdigkeit ist längst kein Randphänomen mehr. Zwischen Krisenmeldungen, Empörungswellen und der täglichen Flut an Skandalen scheint die Gesellschaft in einen Zustand kollektiver Erschöpfung geraten zu sein. Was sich zunächst als passives Desinteresse äußerte, wird zunehmend zu einer strukturellen Resignation: Menschen wenden sich nicht von Politik ab, weil sie ihnen gleichgültig geworden ist, sondern weil sie sich von ihr überfordert, missverstanden oder instrumentalisiert fühlen.

    Von Malik Kartal | Ausgabe 1/2/2026
  • Die Krise des real existierenden Liberalismus Unter Druck

    Autokraten müssen keine Sanktionen mehr fürchten, wenn sie liberale Grundwerte verletzen. Im Gegenteil, die Trump-Regierung fördert offen illiberale Kräfte in den westlichen Demokratien und arbeitet mit autoritären Machthabern gerne zusammen. Die Abkehr von wirtschaftlicher Verflechtung bedeutet, dass die zentrale Annahme des demokratischen Friedens – wonach mehr Zusammenarbeit zwischenstaatliche Konflikte unwahrscheinlicher macht – aufgegeben wurde. China will die Hierarchie der Menschenrechte revidieren: Politische Freiheitsrechte sollen hinter wirtschaftlichen und sozialen Rechten zurücktreten. Der universelle liberale Wertehimmel ist eingestürzt.

    Von Marc Saxer | Ausgabe 1/2/2026
  • Das Gemeinsame Europäische Asylsystem ist kein Selbstläufer Rechte allein reichen nicht

    Der Countdown läuft: Bis Mitte Juni 2026 müssen die Mitgliedstaaten das neue Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS) vollständig umsetzen. Und dieser Schritt ist bitternötig, denn nach Jahren des Stillstands bei der europäischen Asyl- und Migrationspolitik braucht es endlich effektive Lösungen für Migration und Flucht.

    Von Birgit Sippel | Ausgabe 1/2/2026
  • Etikettenschwindel der Verschwörungsideologen Umgedeutet

    Er schallte durch Lautsprecher auf Demonstrationen, wurde in Telegram-Kanäle mit vielen Ausrufezeichen gepostet und in Großbuchstaben auf Flyer gedruckt. Kaum ein Begriff war auf den verschwörungsideologischen Demonstrationen der Coronazeit derart präsent, wie »Freiheit«.

    Von Katharina Nocun | Ausgabe 1/2/2026
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