Menü

Aktuelle Ausgabe: 7/8/2022

Macht endlich Europa!

© picture alliance / ZUMAPRESS.com | Nicolas Landemard

Editorial

Von Richard Meng

Europa leidet, aber Europa lebt noch: Das ist die Lage in diesem Kriegssommer, der in all der Nach-Corona-Ferienstimmung für viele doch nurmehr ein Sommer pur ist. Das alte Europa schwankt zwischen bemühter Solidarität und besorgtem Abstand zum russischen Krieg in der Ukraine. Dort wiederum – und auf dem Balkan – bleibt die EU der große Sehnsuchtsort. Gefühlt der einzig sichere Hafen. Hauptsache dazugehören. » Lesen

  • Das politische System muss wehrhafter werden – sonst droht die Trumpsche Welt Der verblassende Charme der Demokratie

    Von Johano Strasser
    In vielen Teilen der Welt gewinnen autoritäre und autokratische Parteien und Systeme an Zustimmung, in den eine offen antidemokratische und in großen Teilen rassistische Bewegung die Partei Abraham Lincolns gekapert hat und erneut nach der Macht greift, und auch in Europa siehe die PiS in Polen, Viktor Orbán in Ungarn und Marine Le Pen in Frankreich, große Teile der Bevölkerung für antidemokratische Programme gewonnen werden können. Was ist es, das die Demokratie für so viele Menschen heute so wenig attraktiv erscheinen lässt, dass sie sich autoritären Alternativen zuwenden, die wir längst für überholt gehalten hatten? » Lesen
  • Die Energiepolitik wird nun endlich als existenzielles Thema betrachtet Bewusstsein wächst, Strategie fehlt (noch)

    Von Felix Fleckenstein
    Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat ein Thema ins öffentliche Bewusstsein gerückt, das bislang allenfalls in Fachzirkeln problematisiert wurde: Unser Lebensstandard beruht zu einem wesentlichen Teil auf dem Import und Verbrauch fossiler Energieträger. Deutschland deckt über 70 Prozent seines Primärenergiebedarfs mit Importen. » Lesen
  • Über die moralische Verengung unserer Diskurse Die nervöse Republik

    Von Wolfgang Merkel
    Die Debatten - sei es zur Klimafrage, während der Coronapandemie oder jetzt zum richtigen Handeln im Ukrainekrieg - zeigen ein ähnliches Muster: die Moralisierung der eigenen Position und die Entmoralisierung der anderen Seite. Ein Muster, dass wir ähnlich schon 2015 in der Flüchtlingskrise zu Migrationsfragen sahen. Was erzeugt diese moralische Verengung unserer Diskurse? Warum ist diese Republik so nervös geworden? » Lesen
  • Ruangrupa und die documenta fifteen Teilbare Erfahrungen

    Von Katharina J. Cichosch
    Die künstlerische Leitung der documenta 15 liegt in den Händen eines zehnköpfigen Künstlerkollektivs aus Indonesien: Ruangrupa - Künstlerinnen und Künstler, Architekten, Musiker, andere Kreative und Kuratoren arbeiten zusammen. Das indonesische Kollektiv verkörpert viele aktuelle Diskurse und Tendenzen; so wie das indonesische Kollektiv hat die documenta noch niemand zuvor künstlerisch betrieben. » Lesen
  • Über die Freiheitsidee der Arbeit muss neu gesprochen werden Ein brüchiges Ideal

    Von Lea-Riccarda Prix
    Die Welt ist unsicherer geworden: Krieg, Klimakollaps, Coronapandemie ­– drei Stichworte für aktuelle Erschütterungen, die uns aus einer trügerischen Sicherheit gerissen haben. Auch im Alltag haben sich Gewissheiten aufgelöst. Viele Menschen haben zwar einen Job, können aber von den Einkünften kaum leben. Anregend über den Broterwerb hinaus ist ihre Arbeit kaum. Mit der Digitalisierung stellen sich alte Probleme neu, etwa das der Trennbarkeit von Beruflichem und Privatem. Umso wichtiger wird die Frage, was das eigentlich ist – und was es sein sollte: gute, sinnstiftende Arbeit. » Lesen

Newsletter

Zu jeder Ausgabe alle Informationen kostenlos per Mail.

ePaper

Die digitale Ausgabe der NG|FH als Browseransicht für PC/Mac und Laptop oder App für Smartphone und Tablet.

Zum ePaper

Internationale Ausgabe

Die NG|FH in englischer Sprache!

Weitere Informationen

Nach oben