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Aktuelle Ausgabe: 7/8/2026

Hitze

Die Idee, dieses Sommerheft unter den Titel Hitze zu stellen, ist mehrdeutig gemeint. In Zeiten des rapiden Klimawandels sind viele heiße Tage tatsächlich nicht mehr nur lästige Naturereignisse, sie lösen Debatten aus oder verstärken sie. Gerade in Zeiten, in denen Regierungspolitik die Ambitionen beim Klimaschutz eher zurückfährt. Außerdem ist es nicht nur mediale Rhetorik, wenn politisch jetzt der heiße Sommer beschworen wird und manchmal schon der nachfolgende heiße Herbst. Das sind zwar Floskeln, aber: Normal ist das alles nicht.

Editorial

Hitze macht müde, lehrt die Erfahrung mit warmen Sommern. Übertragen aufs Politische und die KI-Welt scheint das anders zu sein. Da führt Aufheizen zu immer neuen Polarisierungen. Mögen sich viele auch ermüdet abwenden – in der Spirale von Hass und Wut wird am Ende jene Gesprächs- und Demokratiefähigkeit zerrieben, die wir alle dringend brauchen. » Lesen

Von Richard Meng
  • Die politische Mitte auf der Suche nach überzeugenden Mobilisierungstrategien im Wahljahr 2026 Wer macht die bessere Party?

    Warum scheint so wenig zu gelingen? Privat sind wir oft zufrieden, aber öffentlich extrem unzufrieden. Unsere politischen Akteure bemühen sich redlich, opfern sich für uns auf, arbeiten ununterbrochen an konkreten Lösungen, die wir aber häufig nicht mehr erkennen. Mittlerweile gehört auch Mut dazu, sich als Bürgermeisterin oder Abgeordneter im Straßenbild zu zeigen, denn sie sind unter Umständen verbalen und körperlichen Übergriffen ausgesetzt.

    Von Karl-Rudolf Korte | Ausgabe 7/8/2026
  • Über die neue Normalität des heißen Sommers und was wir noch immer nicht gelernt haben Schwitzen unter dem Brennglas

    Es gibt einen Moment im Hochsommer, den jeder kennt und den niemand beschreiben kann, ohne dabei leicht schuldbewust zu klingen. Es ist kurz nach acht Uhr morgens. Die Luft steht. Der Asphalt riecht bereits nach Nachmittag. Man hat die Nacht kaum geschlafen, das Laken wollte man haben und gleichzeitig nicht, und die erste Wahrnehmung des Tages ist noch vor allen Geräuschen ein Körpergefühl: Es wird wieder heiß. Zu heiß. Früher war das eine Klage. Heute ist es eine Diagnose.

    Von Frank Böttcher | Ausgabe 7/8/2026
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Interview

»Die Antwort ist: gerechte Anstrengung«

Ein Gespräch mit dem Soziologen Heinz Bude über schlechte Stimmung und Wege aus der Ratlosigkeit

dafür & dagegen

dafür & dagegen

JAVon Elisabeth Fuchs

dafür & dagegen

NEINVon Maja Wallstein

Alle Artikel dafür & dagegen
Dossier

Gerechtigkeit

  • Das sozialdemokratische Verständnis von Gerechtigkeit Worum es geht

    Von Thomas Meyer
  • Was eine neue sozialstaatliche Politik anpacken müssteAufbau – Umbau – Abbau

    Von Wolfgang Schroeder
  • Hans-Jochen Vogel – (nicht nur) Vorkämpfer für eine gerechte Bau- und Bodenpolitik Sein Lebensthema

    Von Benno Haunhorst

Artikel aus vergangenen Ausgaben

  • Was eine neue sozialstaatliche Politik anpacken müssteAufbau – Umbau – Abbau

    Geliebt und gehasst: Die Debatte um die Leistungsverteilungen des deutschen Sozialsystems erhitzt oftmals die Gemüter. Ein Demokratiemonitor gibt Einsicht in die Stimmungslage gegenüber dem Sozialstaat – und zieht Konsequenzen.

    Von Wolfgang Schroeder | Ausgabe 5/2026
  • Eine Chance für Journalismus im KI-Zeitalter Individualisierung als Programm

    Die Medienwelt erlebt derzeit weit mehr als eine technische Evolution: Künstliche Intelligenz (KI) verändert die Informationsarchitektur für Medien und Gesellschaft. Mit Hilfe von generativer KI können Inhalte auch für kleine Nutzergruppen oder einzelne Leser erstellt werden. Mit diesen individualisierten Inhalten können Medien Menschen adressieren, die von der allgemeinen Berichterstattung nicht erreicht werden. Dies gelingt jedoch nur, wenn Redaktionen sich auf die damit verbundenen Veränderungen einlassen und generative KI als Chance zur Relegitimierung ihrer gesellschaftlichen Funktion begreifen.

    Von Markus Knall | Ausgabe 4/2026
  • Was machen Künstliche Intelligenzen eigentlich mit dem Kino? Film im Zeitalter des Deepfake

    Zwischen Wahrheit und Fälschung, menschlicher Emotion und technischen Berechnungen bewegt sich die Filmwelt durch die KI auf ungewohntem Terrain. Dabei kommen Fragen auf, die die Substanz des künstlerischen Filmverständnisses ins Wanken bringen. Welche Hauptrolle die Künstliche Intelligenz dabei spielt.

    Von Daniel Kothenschulte | Ausgabe 5/2026
  • Nachschlag: Wie die KI uns prägen wird

    Es gibt Leute, die sich ärgern, jetzt nicht jünger zu sein, und es gibt Leute, die froh sind, dass sie bald sterben. Die einen glauben, es wird paradiesisch werden, und wollen das nicht verpassen, die anderen erwarten die Hölle, auf die sie gern verzichten können. Was wissen wir schon, was die KI tun wird. Wird sie, wie dystopische Bücher und Filme meinen, sich selbstständig machen und uns beherrschen oder gar ausrotten, weil sie uns als ihren Gegner im Kampf um Ressourcen sieht oder weil wir dem Planeten nicht guttun, Stichwort Anthropozän und Klimawandel? Möglich auch, dass wir ihr egal sein werden.

    Von Roberto Simanowski | Ausgabe 6/2026
  • Der Kulturbegriff der AfD Im Reich der Ausrufezeichen

    Das Programm der AfD für Sachsen-Anhalt verspricht viel Deutschtum in der Kultur- und Bildungs­politik mit einem Schuss Cyberspace. Ein Dokument zur rechten Zeit – und ein Geschenk für Gegner im Wahlkampf.

    Von Caroline Fetscher | Ausgabe 6/2026
  • Was eine neue sozialstaatliche Politik anpacken müssteAufbau – Umbau – Abbau

    Geliebt und gehasst: Die Debatte um die Leistungsverteilungen des deutschen Sozialsystems erhitzt oftmals die Gemüter. Ein Demokratiemonitor gibt Einsicht in die Stimmungslage gegenüber dem Sozialstaat – und zieht Konsequenzen.

    Von Wolfgang Schroeder | Ausgabe 5/2026

NG/FH auf Englisch

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Interview

»Die Antwort ist: gerechte Anstrengung«

Ein Gespräch mit dem Soziologen Heinz Bude über schlechte Stimmung und Wege aus der Ratlosigkeit

Interview

»Ich wünsche mir Respekt für das Recht, so wie es gilt«

Ein Gespräch mit Christina Morina über rote Linien und die Anpassung an die Mächtigen

Interview

»Der Generationenkonflikt wird überbetont«

Ein Gespräch mit dem Juso-Vorsitzenden Philipp Türmer über den Mangel an Visionen und den Sinn der SPD

Alle Interviews
Interview

»Sprachen sind ein Geschenk«

Ein Gespräch mit der Kulturmanagerin Lavinia Frey über Literatur aus der Welt, für die Welt

Weiter Artikal aus vergangenen Ausgaben

  • Friedliche Koexistenz – ein alter Begriff, der wieder wichtig werden könnte Diplomatie stärken

    Mit der Unterzeichnung der Charta von Paris im November 1990 wurde das Ende des Ost-West-Konflikts besiegelt und ein »neues Zeitalter der Demokratie, des Friedens und der Einheit« in Europa eingeläutet. Mehr als drei Jahrzehnte später ist die Welt von einer stabilen und gerechten Friedensordnung weiterhin weit entfernt. Vielmehr ist erneut von einer »neuen Weltordnung« die Rede, von der derzeit niemand mit Gewissheit sagen kann, wie diese aussehen wird. Gewiss ist jedoch: Wir befinden uns derzeit in einer hochvolatilen und gefährlichen Umbruchphase.

    Von Rolf Mützenich | Ausgabe 6/2026
  • Wie die EU mehr Dynamik entwickeln könnte – aber sie muss es wollen Eine neue Strategie für Europa

    Die Europäische Union gründet auf der Idee, dass Staaten über Grenzen hinweg dauerhaft auf Basis fester Regeln friedlich zusammenarbeiten, und sich gemeinschaftliche Institutionen geben, die die heterogenen Interessen dieser Staaten fair ausgleichen. Progressive Akteure übersetzen dies mit dem Streben nach einer gerechten Verteilung des Wohlstands und einer nachhaltigen, die natürlichen Lebensgrundlagen sichernden Wirtschaft.

    Von Martin Schulz | Ausgabe 6/2026
  • Bedingungsloser Relativismus ist genauso problematisch wie überkommene Vorurteile Zivilisation, was ist das?

    Mit heute verfügbaren Daten lassen sich Kulturen, Lebensformen, Staaten und andere Gemeinschaften auf vielfältige Weise vergleichen. Abstufungen der Zivilisiertheit zu ermessen, bleibt dennoch schwierig, denn dass sich eine gesellschaftliche Konfiguration oder Errungenschaft auf einen einzigen Faktor zurückführen lässt, ist die große Ausnahme. Kann diese Einsicht dazu beitragen, vom eurozentrischen bzw. westzentrierten Blick abzurücken?

    Von Florian Coulmas | Ausgabe 6/2026
  • Wien – Eldorado des bezahlbaren Wohnens Eine Neue Gründerzeit

    Überall gehen Immobilienpreise und Wohnkosten durch die Decke. In manchen Städten können sich Ärmere und die Mittelschicht kaum mehr zu leben leisten, was dann am Ende sogar die Reichen grämt: Spätestens dann, wenn es im Krankenhaus keine Pfleger:innen und in Schulen keine Lehrer:innen mehr gibt. Eine Stadt, die sich die Armen und die Mittelschichten nicht mehr leisten kann, wird auch für die Reichen unbequem. Internationale Journalist:innen und Weltblätter schauen in der letzten Zeit deshalb immer häufiger staunend Richtung Österreich – und genauer, Richtung Wien.

    Von Robert Misik | Ausgabe 6/2026
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