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Editorial

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Es sind komplizierte Zeiten, zu Beginn des Jahres 2022. Die neue Koalition startet inmitten der Corona-Tristesse. Realitätsleugner radikalisieren sich, während das Gefühl des Zusammenhalts bei einer großen Mehrheit eher wächst. Visionen und Zweifel, Gewissheiten und Ungewissheiten, Impulse und Blockaden: Stets gibt es beides – daraus wird in dieser Doppelausgabe unser Schwerpunktthema. 2022, ein Jahr der neuen Impulse: Ungewissheit muss da nichts Schlechtes sein. Auf Fragen folgen, wenn Politik gelingt, Antworten. Stets Debatten. » Lesen

  • Eine Ära der Ungewissheit

    Von Herfried Münkler
    Die meisten Menschen haben ein starkes Bedürfnis nach Gewissheit – im Hinblick auf ihr unmittelbares soziales Umfeld, bei den politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen ihrer Lebensgestaltung und nicht zuletzt beim Blick in die nähere wie fernere Zukunft. Seit geraumer Zeit - und seit Corona sind auch die kleinen Gewissheiten dahin - befinden wir uns in einer Ära der Ungewissheit, die durch gesteigerte gesellschaftliche Nervosität, durch Zukunftsängste bis hin zu apokalyptischen Szenarien gekennzeichnet ist. » Lesen
  • Wie der Moralismus die Demokratie gefährdet Offene Gesellschaften müssen offen bleiben

    Von Wolfgang Merkel
    Gesellschaften zerteilen sich, wirtschaftlich, sozial, kulturell, diskursiv. Subkulturen schließen sich ab und auch die Mehrheitsgesellschaft zieht die Zugbrücken hoch. Die eigene moralische Position wird selbstgerecht zur letzten Wahrheit stilisiert. Zwischen den Lagern - Niemandsland. Diese Polarisierung gefährdet die Demokratie, die auf Toleranz, die stets auch weh tut, fundamental angewiesen ist. » Lesen
  • »Legalize it!« – oder vielleicht doch besser nicht? Dafür & dagegen

    Von Dirk Kohn
    Der Koalitionsvertrag der neuen Ampel-Regierung weist es als Ziel aus: Cannabis soll legalisiert werden. Was spricht dafür, was dagegen. Werden nun mehr Menschen, diese (Einstiegs-)Droge konsumieren? Oder wird endlich ein Rauschmittel frei verfügbar, das gemessen an anderen (z. B. Alkohol) weit weniger Nebenwirkungen hat? Unser Autor hat die Argumente dafür und dagegen gesammelt. » Lesen
  • Zum 200. Geburtstag von Gustave Flaubert Der Heilige des Romans

    Von Hanjo Kesting
    Am Roman der Madame Bovary arbeitete er fünf Jahre, der Mühsal des Schaffens und der Qual des einzig richtigen Ausdrucks bis zum Martyrium hingegeben. »Ich habe in der letzten Woche fünf Tage gebraucht, um eine Seite zu schreiben!« heißt es in einem Brief und »wie sehr ich meine Bovary satt habe! (…) Ich habe nie in meinem Leben etwas Schwierigeres geschrieben als das, was ich jetzt schreibe, einen trivialen Dialog! Diese Szene in der Herberge wird mich vielleicht drei Monate kosten, ich weiß es nicht. Ich möchte manchmal heulen, so sehr spüre ich meine Ohnmacht. Aber ich will lieber darüber krepieren, als sie weglassen.« » Lesen
  • Exkurse in die rechte Anderswelt »So behämmert kann doch niemand sein«

    Von Ulrich Baron

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