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Aktuelle Ausgabe: 4/2021

Eine neue Weltordnung?

© picture alliance_dpa_dpa-Zentralbild -Jens Büttner

Editorial

Von Thomas Meyer

Die Umorientierung der amerikanischen Außenpolitik unter dem Präsidenten Joe Biden verspricht entscheidende Impulse für die Wiederbelebung des Multilateralismus in der internationalen Politik. Die Zusammenarbeit zwischen einer selbstbewussten Europäischen Union und den USA kann wieder Tritt fassen und als Basis für ein unbeirrt konstruktives Zusammenwirken mit China und Russland dienen. Politik in der Neuen Weltordnung ist das Thema dieser Ausgabe. » Lesen

  • Entsorgung von Geschichte im Stadtbild

    Von Peter Brandt
    Im Zuge der Black-Lives-Matter-Bewegung sind in den USA und im Vereinigten Königreich Denkmäler historischer Akteure vom Sockel gestürzt worden. Hierzulande geht es (noch) hauptsächlich um die Umbenennung von Straßen. Doch letztlich geht es auch bei uns um die Frage, wo die Grenze des noch zu Tolerierenden verläuft; man findet nämlich - aus heutiger Sicht - meist etwas Problematisches. » Lesen
  • Ein Plädoyer für feministische Identitätspolitik

    Von Lea Susemichel
    Von Anfang an stand die Frauenbewegung vor der Herausforderung, ein politisches Subjekt Frau zu bestimmen und Gemeinsamkeiten zu proklamieren, über die sie sich definieren konnte. Oder anders gefragt: Für wen kämpft der Feminismus eigentlich? Und umgekehrt: Wer wird (oder fühlt sich) ausgeschlossen? » Lesen
  • »Identitätspolitik« – ein heikles Feld

    Von Thomas Meyer
    "Identitätspolitik" ist ein weit gefasster, doppeldeutiger Begriff: hier die auf Inklusion zielende Identitätspolitik der demokratischen Linken, dort die exkludierende, ethnisch-nationalistische der extremen Rechten. Ein und derselbe Begriff bei scharf entgegengesetzten gesellschaftlichen Werte und politischen Ziele. Eine historische und begriffliche Analyse. » Lesen

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  • Identitätsfreiheit statt politisierte Identitäten

    Von Sandra Kostner
    Eine freiheitliche Kultur beinhaltet, dass Menschen ihre Identitäten frei wählen können. Dazu gehören selbstredend auch kulturelle und religiöse Identitäten. Wichtig ist dabei, dass Menschen diese Entscheidung wirklich frei treffen können, und die Bereitschaft aller, ihre personalen Identitäten auf der gesellschaftlichen Ebene einer gemeinsamen Bürgeridentität unterzuordnen. » Lesen
  • John Rawls und die Suche nach Gerechtigkeit

    Von Detlef Horster
    Was ist Gerechtigkeit? Und wann kann eine Gesellschaft als gerecht bezeichnet werden, gerade auch unter dem Aspekt der Verteilungsgerechtigkeit. John Rawls suchte und fand darauf (s)eine Antwort, die er in dem Werk "Eine Theorie der Gerechtigkeit" im Jahr 1971 niederlegte. Ein Werk, das seither und bis heute ein großes Echo gefunden hat. » Lesen
  • Zur Aktualität der Gedanken von Robert O. Putnam in Zeiten des Social Distancing Alleine Bowling spielen?

    Von Hektor Haarkötter
    Womöglich ist das social distancing dieser Tage gar kein soziales sondern einfach nur ein körperliches, ein body distancing. Sozial können wir heute auch sein, ohne uns physisch zu begegnen. Wir können sogar "gemeinsam einsam" musizieren oder im Chor singen. Trotzdem geht etwas verloren - und am Ende wissen wir Zusammenkünfte in Vereinen welcher Art auch immer vielleicht wieder besonders zu schätzen. » Lesen

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Weitere Informationen

  • Weichenstellungen für eine sozial gerechte Verkehrswende

    Von Ruth Blanck
    Der Verkehr ist ein Sorgenkind der Klimaschutzpolitik. Mit einem Anteil von 20 % an den deutschen Treibhausgas-Emissionen – und da ist der Luftverkehr noch nicht einmal miteingerechnet – ist allerdings klar, dass der Verkehr einen Beitrag zur Erreichung der deutschen Klimaschutzziele leisten muss. Wie kann das gelingen? » Lesen
  • Die Infantilisierung der Gesellschaft?

    Von Johano Strasser
    Demokratie ist etwas für Erwachsene. Dabei ist Erwachsensein nicht einfach eine Frage des Alters; es ist vielmehr ein intellektueller und emotionaler Reifezustand, der sich bei manchen Menschen früher, bei manchen später und bei manchen überhaupt nicht einstellt. Der Autor geht im folgenden Essay auf die Frage ein, was für Folgen eine infantilisierte Gesellschaft (Benjamin Barber) für die Demokratie hat. Und was dagegen zu tun ist. » Lesen
  • Wie ein transatlantischer New Deal aussehen könnte Der neue US-Präsident und seine Grenzen

    Von Mario Telò
    Am 20. Januar 2021 wird Joe Biden als 46. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt. Die Wahl von Joe Biden und Kamala Harris ist eine hervorragende Nachricht für die Welt und insbesondere für die Europäer. Der Blick auf die Zukunft der transatlantischen Beziehungen sollte aber realistisch sein. Was wäre - aus europäischer Sicht - für einen New Deal von besonderer Bedeutung? » Lesen
  • Zum 80. Geburtstag der Friedenskämpferin und Folksängerin Joan Baez Die Unruhestifterin

    Von Jens Rosteck
    Eine Hommage an eine begnadete Sängerin, wunderbare Musikerin, mutige Friedensaktivistin und charismatische Persönlichkeit. » Lesen
  • Über die identitätspolitische Diskussion in den USA Unterschiede respektieren, das Gemeinsame bewahren

    Gespräch mit Susan Neiman
    Die US-amerikanische Philosophin Susan Neiman wuchs in einer jüdischen Familie in Atlanta, Georgia auf. Sie war Professorin an der Yale University und der Universität Tel Aviv. Seit 2000 ist sie Direktorin am Einstein Forum in Potsdam. Ihre Hauptarbeitsgebiete sind Moralphilosophie, politische Philosophie und Philosophiegeschichte. Zuletzt erschien 2020 bei Hanser: »Von den Deutschen lernen. Wie Gesellschaften mit dem Bösen in ihrer Geschichte umgehen können«. Die Fragen stellte Thomas Meyer. » Lesen
  • Über falsche Radikalisierungen und verfehlte Feindbilder im Kampf um Anerkennung Es gilt die Balance zu halten

    Gespräch mit Wolfgang Thierse
    Wolfgang Thierse, Bundestagspräsident a. D., langjähriger stellvertretender SPD-Vorsitzender und Mit-Herausgeber der NG|FH, hat sich ein Leben lang mit kulturellen Herausforderungen, mit Grundwerte- und Orientierungsfragen beschäftigt. Klaus-Jürgen Scherer sprach mit ihm über berechtigte und überzogene Forderungen in der identitätspolitischen Diskussion. » Lesen
  • Zehn Jahre Arabischer Frühling Zeitenwende oder gescheiterte Revolution?

    Von Franz Maget
    Vor zehn Jahren begann mit der Selbstverbrennung Mohamed Bouazizis in Tunesien der Arabische Frühling. Diese Selbsttötung löste Demonstrationen und Massenproteste ausgehend von Tunesien, dann Ägypten schließlich in der ganzen arabischen Welt aus. Zwar stellte die Revolution eine historische Zäsur dar. Doch in den meisten Ländern konnten die Menschen keine echten Fortschritte erreichen; mancherorts sind die Verhältnisse heute schlechter als zuvor. Ein Blick zurück und ein Blick nach vorn. » Lesen
  • Was uns in der Biden-Ära bevorsteht

    Von Lewis Hinchman
    Der lange Trump-Albtraum scheint zu Ende zu gehen. Der siegreiche Demokrat Joe Biden soll das Präsidialamt am 20. Januar 2021 antreten, obwohl Donald Trump nach wie vor behauptet - ohne Beweise - dass ihm die Wahl »gestohlen« worden sei. Doch sein Wahlsieg scheint nur die erste Phase eines langen Kampfes zu sein. Und seine Agenda ist enorm: Biden hat sich verpflichtet, die Mehrzahl der abscheulichsten Politiken Trumps rückgängig zu machen, und er hat ein zukunftsorientiertes Programm präsentiert, dass tief verwurzelte Probleme der amerikanischen Gesellschaft in Angriff nehmen will. Bei all dem ist mit dem unerbittlichen Widerstand des mehrheitlich republikanischen Senats zu rechnen. » Lesen
  • Ludwig van Beethoven zum 250. Geburtstag Komponist der Freiheit

    Von Michael Schmidt
    Wer kennt sie nicht, die Ode an die Freude (Freude schöner Götterfunken...) oder der charakteristische Auftakt seiner 5. Symphonie, der sogenannten Schickssalssymphonie: »TaTaTaTaaa«. Dieses Jahr ist der 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven. Seine Musik, so befand Theodor W. Adorno, habe »Erkenntnischarakter«, sie enthalte sich aller Beschönigungen und werde so zum Refugium einer unverstellten Wahrheit und Freiheit. Wahre Musik lasse sich nicht in den Dienst der Unterhaltung nehmen. » Lesen
  • Joseph Beuys und sein documenta-Kunstwerk »7000 Eichen« Die Herausforderung unserer Generation

    Von Daniel Opper
    Wer zurzeit in der documenta-Stadt Kassel mit dem ICE ankommt, stößt nach kurzem Weg hinter dem Bahnhof auf eine Reihe junger Bäume. Es handelt sich um 15 Eichen, die sich in Joseph Beuys‘ wohl berühmtestes Landschaftskunstwerk eingliedern, das die Stadt seit der documenta 7 im Jahr 1982 begrünt. » Lesen
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