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Zukunft Europa

Lassen wir also das mediale Gejammere über Europa hinter uns. Im Schwerpunkt dieses Heftes werden die tatsächlichen Aufgaben und die tatsächlichen Möglichkeiten deutlich. Und es reicht ja der Blick auf den brutalen Angriffskrieg im Osten des Kontinents, um zu sehen: Wer, wenn nicht das demokratische Europa, soll die Stärke entwickeln, Vorbild und Friedensmacht zu sein, Sicherheit auch im sozialen Sinn zu garantieren?

Friedensmacht Europa, so richtig in Mode ist dieser Begriff momentan nicht. Warum eigentlich nicht – wenn es doch erkennbar nicht reicht, nur auf militärisches Denken zu setzen? Die Frage kann, sie muss Anstoß sein. So wie es viele andere Themen gibt, bei denen die große Antwort, der Zukunftsentwurf, zu wenig nachgefragt wird. Es reicht nicht, dieses Defizit den Wahlkämpfenden anzukreiden. Das politisch interessierte Publikum ist da selbst gefordert.

Dieser Befund gilt genauso für die Innenpolitik, wie die beiden Texte von Sozialdemokraten aus verschiedenen Parteiflügeln zur Lage der SPD zeigen. Manche bemängeln, auch die Debatte über diese Zukunftsfrage werde zu leise und zu flach geführt. Andere warnen wieder mal vor der Lust am Untergang. Dritte fühlen sich viel zu beschäftigt, um große Strategiefragen lange zu wälzen. Alle haben sie auf ihre Weise ein wenig Recht. Doch letztlich, siehe Europa, kommt es vor allem darauf an, WIE über ein Thema geredet wird.

Konstruktiv, respektvoll, zukunftsorientiert: Darum geht es, wenn die demokratische Gesellschaft wieder Halt finden soll. Mit unkritisch hat das nichts zu tun, mit stilsicher dagegen viel. Ein Lesetipp fürs vorliegende Heft, gerade in diesem Zusammenhang: die Ja-Nein-Kontroverse, diesmal zu Sinn oder Unsinn von ernsthaften Debattenbeiträgen gegen die Inhalte der Rechten.

Ja, auf das WIE kommt es sehr an. Zunächst auf die Themenauswahl natürlich. In diesem Rahmen dann aber auch, entscheidend, auf gute Argumente. Text für Text. Hier ist das neue Leseangebot.

 

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