Ja, denn eine freie Gesellschaft braucht für ihr Gelingen den Gemeinsinn der Bürger, deren Bereitschaft und Fähigkeit zur Verantwortung für die Anderen, für die Mitbürger.
Nein, denn eine Rückkehr zur Wehrpflicht wäre nicht nur ungerecht gegenüber der jungen Generation, sie wäre auch politisch kurzsichtig und gesellschaftlich gefährlich.
Ja, denn die Lage der Menschenrechte ist weltweit so dramatisch wie lange nicht. Dafür gibt es einige sehr prominente und zahlreiche weniger bekannte Beispiele.
Nein, aber die Frage trifft einen Nerv. Wer heute Nachrichten liest, erkennt, wie Gewalt, Vertreibung und Unterdrückung die Leben von Millionen Menschen prägen.
Nein, denn in der Herausbildung des heutigen föderalen deutschen Staates war gerade die Überwindung des Nationalismus (und Rassismus) das zentrale Motiv und die Mehrheit der Deutschen ist über Jahrzehnte auch ohne ausgeprägtes Nationalbewusstsein sehr gut ausgekommen.
Ja, denn die Medien stehen unter dem gewaltigen Druck einer digitalen Transformation, die sich an maximaler Reichweite und nicht an der Tiefe des Denkens orientiert.
Nein, denn ich weiß ja, wie wir bei der Frankfurter Rundschau arbeiten – und für wen. Das klingt jetzt vielleicht nach einem billigen Witz, aber es ist so: Noch gibt es Menschen, die für guten Journalismus bereit sind zu bezahlen und daher auch ein vergleichsweise teures Abonnement abschließen. Zumindest steigt der Anteil der entsprechenden Angebote, was sicher nicht der Fall wäre, wenn es sich nicht rechnen würde. Doch dazu später mehr.
Wie sehr US-Präsident Donald Trump die Europäische Union, ihre wirtschaftliche Stärke und die Verfasstheit ihrer demokratischen Grundordnung stört, war schon während seiner ersten Präsidentschaft zu erahnen. Er ließ damals keine Möglichkeit aus, um die EU und europäische Institutionen in Brüssel verächtlich zu machen.
Die Beziehung zwischen der EU und den USA ist tief und hat viele verschiedene Aspekte. Als Vorsitzender des Ausschusses für internationalen Handel im Europäischen Parlament wird sich der Autor in seinem Beitrag hauptsächlich auf Handelsfragen konzentrieren.
Ja, denn große Teile der Jugend wenden sich von der Demokratie ab. Die politische Bildung dient der Förderung und der Stabilisierung demokratischer Werte. Sie will systematische Kenntnisse über das demokratische System vermitteln und die Kompetenzen des Einzelnen für das politische Handeln stärken. Die politische Bildung hat diese Aufgabe über Jahrzehnte seriös erfüllt und Deutschland dabei unterstützt, zum demokratischen Musterknaben zu werden.
Nein, denn nicht die politische Bildung hat versagt und muss auf den Prüfstand. Offensichtlich gescheitert sind aber die Fremdzuschreibungen und Erwartungshaltungen. Es ist ein folgenschwerer Fehler, wenn politische Bildung als Präventionsangebot, als Werteerziehung oder als (Pseudo-)Beteiligungsprojekt missverstanden wird.
Historisch zeigt sich: Die Arbeitszeit wurde zwar weniger, die Produktivität ist aber gestiegen, der Wohlstand wurde vermehrt. Volkswirtschaft und Unternehmen profitierten auch, weil die bei vollem Lohnausgleich gewonnene Freizeit von den Beschäftigten für den Konsum genutzt wurde.
Schon heute klagen viele Unternehmen über einen Mangel an Arbeitskräften, obwohl die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland derzeit noch so hoch ist wie nie zuvor. Das erklärt sich dadurch, dass die Zahl der Beschäftigten zwar hoch ist, die durchschnittliche individuelle Arbeitszeit aber kontinuierlich sinkt.
JA, denn sie erschwert bei allem Reformbedarf eine Politik des Geldausgebens ohne Prioritätensetzung, mit der eine finanzielle Überforderung des Staates droht.
Ja, findet Markus Dröge, Demokratie brauche theoretisch zwar nicht die Religion, praktisch aber sehr wohl. Nein, findet demgegenüber Ingrid Matthäus-Maier: Demokratie brauche nicht Religion, sondern Demokratinnen und Demokraten, die sich aktiv für die Werte unserer Verfassung einsetzen.