Dass »grundsätzlich etwas nicht stimmt« im Land, ist nach Ansicht des Soziologen Heinz Bude die zentrale Kritik derer, die sich von Parteien der Mitte abwenden. NG/FH-Chefredakteur Richard Meng sprach mit Bude über die tiefe Krise des deutschen Wirtschaftsmodells und über das emotionale Politik-Erleben in Zeiten der Koalition aus Union und SPD.
Die Historikerin Christina Morina hat zuletzt ein Jahr lang in New York gelehrt und geforscht und dort die Rückkehr von Donald Trump ins Weiße Haus aus dem Alltag heraus verfolgt. Mit ihr sprach NG/FH-Chefredakteur Richard Meng über die Verschiebung der Maßstäbe nach rechts vor dem Hintergrund ihrer US-Erfahrungen, über unterschiedliche deutsche Schmerzgrenzen – und über die Schwierigkeit, zugleich die politische Mitte zu stärken und selbst mit klaren Positionen erkennbar zu sein.
Sind Jugendverbände vor allem oder gar ausschließlich Lobbyisten der Jugend? Nein, sagt der Vorsitzende der Jungsozialisten, Philipp Türmer, im Interview mit NG/FH-Chefredakteur Richard Meng. Es gebe da eine größere Frage. Eine, in der sich nicht zuletzt die Sehnsucht aller Generationen nach Gemeinschaft und Solidarität spiegelt.
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Richard Meng |
Ausgabe 7/8/2025
Ein Gespräch mit Andreas Voßkuhle darüber, wie die Handlungsfähigkeit des Staates verbessert werden kann»Da kann sich jetzt etwas ändern«
Die Distanz zum Staat ist gewachsen. Das hat mit der Erfahrung mangelnder Aufgabenerfüllung bei gleichzeitig vielen Regulierungen und mit langen Wartezeiten im Behördenalltag zu tun. Die Initiative für einen handlungsfähigen Staat hat im Juli nun 35 Vorschläge für Staatsreformen vorgelegt. Mit einem ihrer Initiatoren, dem früheren Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts Andreas Voßkuhle, sprach NG/FH-Chefredakteur Richard Meng über die Hoffnung auf eine neue Generation, über Reformblockaden durch Konfliktscheu in Politik und Verwaltung – und über den Denkfehler derer, die auf autoritäre Alternativen setzen.
In den offenen Demokratien prägen tiefreichende Erschütterungen die Stimmung. Was kommt da auf uns zu – und welche Gegenstrategie kann es geben? NG/FH-Chefredakteur Richard Meng sprach mit dem Soziologen Steffen Mau über den Zustand der Gesellschaft, die neue Ästhetik des Politischen und den nächsten Bundestagswahlkampf.
Vor rund 25 Jahren erhielt die Kulturpolitik des Bundes mit einem Kulturstaatsminister im Kanzleramt sowie dem Bundestagsausschuss für Kultur und Medien einen neuen Stellenwert. Seitdem spielt die Bundesebene in der Kulturpolitik eine größere und selbstbewusstere Rolle – aber was verändert sie tatsächlich, was will sie bewegen? Klaus-Jürgen Scherer sprach mit Helge Lindh, dem Sprecher der Arbeitsgruppen »Kultur und Medien« und »Demokratie« der SPD-Bundestagsfraktion, über die Herausforderungen der Kulturpolitik in Zeiten rechter Wahlerfolge.
Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK, war über viele Jahre als Athletin erfolgreich im Behindertensport. Heute steht sie für einen Sport, der sich nicht auf Rekordjagd reduziert und sich neu in die Gesellschaft hinein öffnet. Mit ihr sprach NG/FH-Chefredakteur Richard Meng über Gemeinsames und Trennendes in der Welt des Sports – und über die neuen Herausforderungen für die Sportpolitik, die sich daraus ergeben.
Die Europawahl steht bevor – und es droht in vielen Ländern ein Bedeutungsgewinn rechter und rechtsextremer Kräfte, die einen Anti-Europa-Wahlkampf führen. Über die Antwort der Proeuropäer sprach NG/FH-Chefredakteur Richard Meng mit dem früheren Präsidenten des Europaparlaments und jetzigen Vorsitzenden der Friedrich-Ebert-Stiftung, Martin Schulz.
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Martin Schulz/
Richard Meng |
Ausgabe 5/2024
Ein Gespräch mit Wolfgang Thierse über die Stimmung im Osten und darüber, was der Westen nicht versteht»Autoritär und solidarisch«
Angst vor zu schnellem Wandel: Darin sieht der frühere Bundestagspräsident Wolfgang Thierse den zentralen Grund für Abwendung von demokratischen Parteien bis hin zur offenen Demokratiefeindschaft, besonders stark im Osten. NG/FH-Chefredakteur Richard Meng sprach mit ihm darüber, wie der Rechtstrend gestoppt werden und warum Demokratie nicht einfach nur die direkte Durchsetzung von Volkes Wille sein kann.
Ein Gespräch mit dem Internet-Theoretiker und Techkritiker Evgeny Morozov über eine Alternative jenseits des digitalen Kapitalismus
»Ich würde nicht in Panik geraten«
Künstliche Intelligenz (KI) bereitet vielen Menschen zunehmend Sorgen. Es ist noch nicht absehbar, zu welchen Veränderungen die Verbreitung von KI noch führen wird und welche Gefahren damit verbunden sind. Aleksandra Sowa sprach mit dem Internet-Theoretiker und Techkritiker Evgeny Morozov über die Bedingungen einer digitalen Infrastruktur, die den Menschen dient. Ausgerechnet KI macht ihm keine Angst – sehr wohl aber die Ideologie, die er dahinter sieht.
Ausgabe 1/2/2024
Ein Gespräch mit der Friedensforscherin Claudia Baumgart-Ochse über die Perspektive einer Zwei-Staaten-Lösung im Nahen Osten
»Es geht nur über Wahlen«
Seit dem barbarischen Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 ist dauerhafter Frieden im Nahen Osten wieder in weite Ferne gerückt, der seit Jahrzehnten ungelöste Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern aber zugleich auch auf die Tagesordnung der Weltpolitik zurückgekehrt. Ein zentraler Begriff dabei in allen Debatten: die Zwei-Staaten-Lösung. NG/FH-Chefredakteur Richard Meng sprach mit der Friedensforscherin Claudia Baumgart-Ochse über Geschichte und Gegenwart der Idee, dass Israel und ein palästinensischer Staat nebeneinander Frieden finden könnten.
Der Kunsthistoriker und Denkmalschützer Professor Hartmut Dorgerloh ist seit 2018 Generalintendant und Vorstandsvorsitzender der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss. Klaus-Jürgen Scherer fragte nach, was es heute in postkolonialen Zeiten mit diesem zentralen Ort für Kultur und Wissenschaft, Austausch und Debatten, dort wo einst der Palast der Republik der DDR stand, auf sich hat.
Mit Inflation und Energiekrise stehen die Gewerkschaften vor schwierigen Tarifverhandlungen. Gleichzeitig hat die Tarifbindung der Betriebe zuletzt abgenommen. NG|FH-Chefredakteur Richard Meng sprach mit der DGB-Vorsitzenden Yasmin Fahimi über die Herausforderungen, die sich daraus ergeben. Darüber, was der Gewerkschaftsbund von der Politik erwartet – und wie er sich in die Debatte einmischen will
René Cuperus war als Historiker und Forscher für die Wiardi-Beckman-Stiftung tätig – einem niederländischen Thinktank, der der Partij van de Arbeid, Schwesterpartei der SPD nahesteht. Er arbeitet heute für das internationale Institut Clingendael und berät auch die Regierung in Den Haag als Mitglied des Beirats für internationale Angelegenheiten. Mit ihm sprach Klaus-Jürgen Scherer über den Fortschrittsbegriff und die Politik der europäischen Sozialdemokratie.
Ein Gespräch mit SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich über die Welt der Zukunft, reale Kurswechsel und politische Moral nach der Zäsur des Ukrainekrieges
»Wir müssen Kärrnerarbeit leisten«
Seit Kriegsbeginn in der Ukraine werden viele Themen anders diskutiert als vorher – mit Auswirkungen auf die gesamte Weltpolitik. Was ist jetzt richtig, was sollte vermieden werden? NG|FH-Chefredakteur Richard Meng sprach mit dem SPD-Fraktionsvorsitzenden und langjährigen Außenpolitiker Rolf Mützenich über den Umgang mit dem Krieg und die künftigen großen Linien in der globalen Politik.
Carsten Brosda, der Hamburger Senator für Kultur und Medien, war bei der Erarbeitung des Koalitionsvertrages SPD-Verhandlungsführer, ist Vorsitzender des Kulturforums der Sozialdemokratie und seit mehr als einem Jahr auch Präsident des Deutschen Bühnenvereins. Er kennt aus verschiedenen Blickwinkeln die Probleme, unter denen der Kulturbetrieb in Coronazeiten leidet. Katharina Gerlach sprach mit ihm über die kulturpolitischen Akzente der neuen Ampelkoalition, die Schwierigkeiten bei der Überwindung der Pandemiefolgen und den Anspruch sozialdemokratischer Kulturpolitik.
Ausgabe 1/2/2022
Ein Gespräch mit der SPD-Bundestagsabgeordneten Reem Alabali-Radovan über die Erwartungen und Ziele der vielen Jüngeren im Parlament
Im Zauber des Neuen
Der promovierte Mediziner und Epidemiologe Karl Lauterbach ist seit 2005 SPD-Bundestagsabgeordneter und Gesundheitsexperte seiner Partei. In der Coronapandemie war er medial präsent wie kaum ein zweiter Politiker. Seine Warnungen führten oft zu heftigen Gegenreaktionen, erwiesen sich aber fast immer als richtig. Wie müssen wir uns nun für die Zeit nach Corona rüsten und welche gesundheitspolitischen Akzente sollte die SPD darüber hinaus im Hinblick auf die Bundestagswahl setzen? Auf diese Fragen antwortet er im Gespräch mit Thomas Meyer.
In der ablaufenden Legislaturperiode hat die Bundesregierung einiges bei der ökologischen Transformation auf den Weg gebracht. Doch die amtierende Bundesumweltministerin Svenja Schulze sieht noch viel Luft nach oben. Im Gespräch mit Klaus-Jürgen Scherer spricht sie über die harten Auseinandersetzungen mit der Union in der Regierung, falsches Denken bei den Grünen und wie die »Zukunftsmission« Klima- und Umweltschutz doch noch ein Erfolg werden kann.
Bei "Afghanistan-Desaster" denken die meisten sicherlich als erstes an die Szenen am Kabuler Flughafen, wo sich Tausende Afghanen (oft vergeblich) drängten, um an Bord einer der Militärmaschinen zu gelangen. Das eigentlich Desaströse war aber womöglich die Abzugsentscheidung selbst.
Seit Dezember 2019 ist Norbert Walter-Borjans neben Saskia Esken SPD-Parteivorsitzender. Im Gespräch mit Richard Meng geht es um Emotionen in der Politik, die politische Konkurrenz, um Strategien im Bundestagswahlkampf – und Corona.
Seit 2009 ist Lars Klingbeil Abgeordneter im Deutschen Bundestag, war bis 2017 netzpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und ist seitdem Generalsekretär und somit oberster Wahlkampfmanager seiner Partei. Im Herbst will er bei der Bundestagswahl nicht nur sein Direktmandat im niedersächsischen Heidekreis verteidigen, sondern auch die SPD mit ihrem Kanzlerkandidaten Olaf Scholz zu einem guten Ergebnis und zur Führung der nächsten Regierung verhelfen. Die Fragen stellte Thomas Meyer.
Seit Januar 2021 ist Jessica Rosenthal Bundesvorsitzende der Jusos. Bei der Bundestagswahl im September tritt sie für den Wahlkreis Bonn als Direktkandidatin der SPD an. Im Gespräch mit Thomas Meyer umreißt sie, worauf es den Jusos im Wahlkampf besonders ankommt.
Ausgabe 6/2021
Wolfgang Thierse über falsche Radikalisierungen und verfehlte Feindbilder im Kampf um Anerkennung
Es gilt die Balance zu halten
Wolfgang Thierse, Bundestagspräsident a. D., langjähriger stellvertretender SPD-Vorsitzender und Mit-Herausgeber der NG|FH, hat sich ein Leben lang mit kulturellen Herausforderungen, mit Grundwerte- und Orientierungsfragen beschäftigt. Klaus-Jürgen Scherer sprach mit ihm über berechtigte und überzogene Forderungen in der identitätspolitischen Diskussion.
Die US-amerikanische Philosophin Susan Neiman wuchs in einer jüdischen Familie in Atlanta, Georgia auf. Sie war Professorin an der Yale University und der Universität Tel Aviv. Seit 2000 ist sie Direktorin am Einstein Forum in Potsdam. Ihre Hauptarbeitsgebiete sind Moralphilosophie, politische Philosophie und Philosophiegeschichte. Zuletzt erschien 2020 bei Hanser: »Von den Deutschen lernen. Wie Gesellschaften mit dem Bösen in ihrer Geschichte umgehen können«. Die Fragen stellte Thomas Meyer.